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13 Jahre Haft Kinderschändung Bergisch Gladbach

Am Montag verhängt das Landgericht Wiesbaden eine 13 Jahre Freiheitsstrafe gegen den 39 Jahre alten Beschuldigten. Zusätzlich ordnet das Landgericht eine anschließende Sicherheitsverwahrung des Mannes an. Er wurd u.a wegen über 50 Fällen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs sowie wegen Besitzes, Herstellung und der bandenmäßigen Verbreitung kinderpornografischer Schriften verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft hatte in der Anklage Patrick F. 291 Taten zwischen Januar 2014 und Oktober 2019 angelastet. Dem Täter wurde vorgeworfen, seine eigenen Kinder, darunter ein Säugling und ein Stiefkind, sexuell missbraucht und Bilder der Taten über Chatgruppen verschickt zu haben. Das Gericht folgt mit seiner Strafe weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die 13 Jahre und sechs Monate Haft gefordert hatte.

Erst vergangene Woche ist das erste Urteil im Kinderschänder-Ring Bergisch Gladbach gegen einen 43-Jährigen gefallen. Der Verteidiger des vergangene Woche verurteilten Beschuldigten hat Revision eingelegt. Das Kölner Landgericht hatte den 43-Jährigen zu zwölf Jahre Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Nun muss sich der Bundesgerichtshof mit dem Fall beschäftigten.

Detailliert hatte der Richter in der Urteilsverkündung die Tatvorwürfe aufgeschlüsselt. Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch beides zu Lasten jeweils von einem sehr kleinen Kind„, so zu lesen beim WDR. Ein sehr kleines Kind nennt sich im Volksmund auch Baby. Hier wurde ein Säugling geschändet und von einem Erwachsenen missbraucht.

Die Ermittler verfolgen nach eigenen Angaben rund 30.000 Spuren. Immer wieder kommt es zu landes- oder sogar bundesweiten Razzien. Keiner der Täter soll sich sicher fühlen, sagen Ermittler über ihre Arbeit.

Ob prominente Namen an die Öffentlichkeit gelangen, wird von der öffentlichen Empörung und Forderung nach Transparenz abhängig sein.


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