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Ausbleibende Apokalypse

Untergangspropheten hatten historisch schon oft Unrecht — auch in der aktuellen Situation sollten wir uns nicht über Gebühr von Angst leiten lassen.

von Marc Krecher

Wundern Sie sich manchmal auch darüber, dass Sie überhaupt noch leben? Viele von uns wuchsen mit apokalyptischen Schreckenszenarios auf. Im Jahr 2021 müssten wir längst durch einen großen Atomkrieg ausgelöscht sein. Der Wald müsste weltweit aufgehört haben zu existieren. Das Ozonloch müsste uns verschlungen haben, die Polkappen sollten geschmolzen sein. Aber: „Hurrah, wir leben noch!“ Natürlich gibt es noch immer Gefahren, aber gemessen an den Voraussagen ist vieles glimpflich abgegangen. Ähnlich bei Corona. Die Dynamik der Exponentialkurve hätte längst großen Teilen der Menschheit den Garaus gemacht haben müssen, ginge es nach den Prophezeiungen des „Teams Sicherheit“. Manches wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Wie kommt es, dass wir uns trotzdem immer wieder derart von Angst manipulieren lassen? Der Autor wittert sogar Magie dahinter.

„The battle to feed all of humanity is over!“ Mit dieser Prophezeiung schockte der renommierte Stanford-Wissenschaftler Paul R. Ehrlich seinerzeit die Menschen. In den 1970er-Jahren würde es zu beispiellosen, weltweiten Hungersnöten kommen, und nichts sollte den substanziellen Anstieg der Welt-Todesrate aufhalten können (1).

Vierzig Jahre später findet laut UN-Angaben tatsächlich ein Anstieg dieser Sterberate statt. Sie bewegt sich jedoch auf sehr niedrigem Niveau. Denn seit 1968 — dem Jahr der Prophezeiung — ist dieselbe um fast 57 Prozent gesunken. Und dies trotz des massiven Bevölkerungswachstums.

„Spätestens 1994 sind die Schwarzwaldbäume zerstört, da beißt keine Maus einen Faden ab!“ Das große Waldsterben sorgte seit Ende der 1980er-Jahre für apokalyptische Szenarien, in denen die vollkommene Versteppung Deutschlands befürchtet wurde: Der Vegetationstod stand kurz bevor. Und mit diesem der Menschentod. Umweltverschmutzung und eine schwefelsaure Atmosphäre wurden als Gründe für das katastrophale Waldsterben angeführt (2); die Grünen kamen in den Bundestag.

Wer heute durch den Südschwarzwald fährt, wird schon im Vorbeifahren riesige Waldsterbeflächen erkennen — ganz ohne schwefelsaure Atmosphäre. Die letzten fünf Jahre waren trocken, und der deutsche Wirtschaftswald mit seiner Fichtenmonokultur mag das nicht. Ganz ähnlich war es auch in den späten 1970er-Jahren. Einem Jahrzehnt, in dem die Unwetter zunahmen und europäische Erdölfirmen sich finanzielle Sorgen um ihre frisch aufgestellten Erdölplattformen in der Nordsee machen mussten (3).

„In fünf bis zehn Jahren wird es im Sommer kein Meereis mehr in der Arktis geben!“ Das war 2008, als der Leiter des Goddard Institute of Space Studies (GISS, NASA), James E. Hansen, dies vorhersagte. Bis zum Jahr 2020 hat die sommerliche Meereisausdehnung demgegenüber um maximal 760.000 Quadratkilometer abgenommen. Dies bei einer durchschnittlichen Schwankungsbreite von 9,2 Millionen Quadratkilometern zwischen Sommer- und Wintereis. Nun fehlen aber immer noch 3,8 Millionen Quadratkilometer Eisschmelze bis zur Erfüllung der Vorhersage (4). Linear betrachtet hätten wir also dann immer noch 60 Jahre Zeit: ein Vorhersagefehler von immerhin 900 Prozent.

Der moralische Klimadespotismus unserer Zeit wird dies als zynisch bewerten. Allerdings sollte bedacht werden, dass Jim Hansen früher schon eine völlig danebenliegende Vorhersage verbreitet hat — mit erheblichen Folgen für die heutige Demokratie. In einer aufsehenerregenden Publikation mit sechs Co-Autoren wurden 1988 drei Klimaszenarien präsentiert, die auf einem 3D-Zirkulationsmodell der Atmosphäre beruhten (5).

Für das Szenario A wurde eine quasiexponentielle Anreicherung der Treibhausgase in der Atmosphäre angenommen, bei der das CO2-Wachstum um 1,5 Prozent pro Jahr zunehmen sollte.

Dem Szenario B wurde ein mit der Zeit abnehmendes Wachstum bei dann nur noch linearem Anstieg der CO2-Zunahme unterstellt.

Das Szenario C hingegen sollte als unrealistisches Wunschszenario herhalten, bei dem der globale CO2-Anstieg ab dem Jahr 2000 zum Erliegen kommen sollte, um mit dann 368 ppm (parts per million) konstant zu bleiben.

Alle Treibhausgas-Szenarien wurden in globale Temperaturentwicklungen umgerechnet. Die Simulationsergebnisse vor dem Hintergrund einer angenommenen, vom Menschen verursachten Klimaerwärmung durch den Anstieg der CO2-Emissionen sind überraschend, wenn man diese mit dem tatsächlichen globalen Temperaturverlauf bis heute vergleicht. Denn trotz des gegenüber dem Szenario A noch dramatischeren CO2-Anstiegs, so wie er sich seit 1988 tatsächlich entwickelt hat, folgen die globalen Temperaturen seither dem damaligen Wunschszenario C.

Hätte sich Maggie Thatcher 1988 dennoch breitschlagen lassen, der Gründung des Weltklimarates zuzustimmen? Immerhin haben genau diese Simulationsergebnisse von Jim Hansen wesentlich zu dessen Gründung beigetragen, und die Eiserne Lady war sehr beeindruckt. Allerdings hielt die Wirkung nicht lange an: Nur etwas mehr als zehn Jahre brauchte die britische Premierministerin, um zu verstehen, dass eine „große Portion Wahnsinn“ dahintersteckt und dass das ganze Theater mehr einem globalen Sozialismus dient als etwa rationaler Politik — und dies auch ohne in der Lage zu sein, die massive Verfehlung des Hansen-Modells antizipieren zu können (6).

Ein letztes Beispiel

Ich will noch ein letztes Beispiel nennen, bevor dem Titel des Artikels mehr Raum gegeben werden soll: Vor dem Hintergrund der im Februar 2020 anrollenden Corona-Pandemie wurde damals im Bundesinnenministerium ein Strategiepapier erarbeitet, in dem ebenfalls drei Szenarien modelliert wurden (7).

Im Modell „Kernschmelze“, das als Worst-Case-Szenario galt, haben die Modellierer einen Todeszoll von fast 1,2 Millionen Menschen bis Sommer 2020 errechnet. Dies bei einer Auslastung der Intensivbetten von 1.798 Prozent — Triage wäre an der Tagesordnung gewesen.

Das zweite Szenario mit Namen „Dehnung“ sollte die Sterbezahlen auf immer noch 220.000 Tote bis zum Sommer 2020 reduzieren. Im Vordergrund der Maßnahmen hätten ein verstärktes Social Distancing und eine ausreichende Versorgung mit Beatmungsgeräten gestanden.

Mit dem dritten Szenario „Hammer and Dance“ stand eine Behinderung der Ausbreitung des Virus und damit eine Isolierung der Infektionen im Vordergrund der Strategie. Noch heute gehen die Expertenmeinungen um 180 Grad auseinander, wenn es um den Erfolg solcher Lockdowns geht (8). Im Ergebnis jedenfalls würde der wirtschaftliche Einbruch — der laut Wissenschaft sonst im Zustand gesellschaftlicher Anarchie hätte enden können — abgemildert und eine Todeszahl auf „nur“ noch 12.000 begrenzt werden können.

Maximal kumulierte Todeszahlen wurden in den Modellen für den Zeitraum zwischen Mai und Juli 2020 erwartet. Tatsächlich erreichten die Zahlen im Verlauf der ersten Infektionswelle — von einer zweiten und dritten war zu dieser Zeit keine Rede — bis Juni 2020 zum Glück nur circa 9.000 Todesfälle, in denen überwiegend alte Menschen mit oder an Corona verstorben sind, nicht selten mit vielen Vorerkrankungen.

Der Altersmedian der Verstorbenen lag bei über 80 Jahren, jüngere Menschen waren und sind kaum betroffen. Zuletzt lag die Gesamtsterblichkeit in Deutschland mit circa 11,7 auf 1.000 Einwohnern im oberen Mittelfeld der langjährigen Schwankungsbreite (9). Die ungeheure Zahl von 1,2 Millionen Toten konnte — was für ein Wunder! — auf normale Grippe-Todeszahlen reduziert werden.

„Hammer and Dance“ wurde im abgemilderten Zustand erst ausgerufen, nachdem der 7-Tage-R-Wert als eine Art Ansteckungswahrscheinlichkeit bereits wieder unter 1 lag. Vielmehr wurde ja mit „Flatten the Curve“ offiziell das Strategieziel „Dehnung“ verfolgt, um die Krankenhauskapazitäten nicht zu überfordern. Aber davon ist heute schon lange keine Rede mehr. Trotz der viel geringeren Todeszahlen und einer hinreichenden Kapazität der Intensivmedizin wurde „Hammer and Dance“ zur Hauptstrategie der Politik.

Es wird das Geheimnis der Modellierer bleiben, wie mit den genannten Modellmaßnahmen gegen ein absolut tödliches Virus die Sterbezahlen um mindestens 99 Prozent virtuell verringert werden konnten. Aber egal was passiert wäre, die Modellierer hätten mit den drei Szenarien und deren gewaltiger Opferzahlenspanne jedenfalls immer recht behalten. Für den Politiker jedoch konnte es am Ende nur eine Lösung geben: Weder 1,2 Millionen noch 220.000 Tote wären zu verkraften gewesen. Der Lockdown war der scheinbar einzig gangbare Weg, das Modell „Dehnung“ allerhöchstens eine Zwischenstufe.

Wissenschaft und Magie

Wissenschaft ist der Versuch, Einfluss auf die Natur zu nehmen. Eine auf Empirie und Prüfung basierende Vorgehensweise ermöglicht den natürlichen Fortschritt einer Gesellschaft in Form einer zunehmenden Resilienz gegenüber den Unwägbarkeiten natürlicher Prozesse. Der Mensch versucht also, die Natur zu verstehen, um Überlebensvorteile zu haben. Kann er die Natur nicht beeinflussen, so wird er auf psychologischem Wege dazu übergehen, die Natur zu besänftigen oder aber die Phänomene für die gesellschaftlichen Zwecke zu instrumentalisieren. Entweder analysiert er also ein Problem mit ausreichender Transparenz und versucht dann, dieses Problem effektiv zu lösen, oder er umgeht das Problem und heiligt dann die Mittel für einen politischen Zweck.

Im ersten Fall reden wir von Wissenschaft. Im zweiten Fall besteht die Gefahr, in der Magie zu enden. Diese sucht die Zustimmung der Natur, um Politik umsetzen zu dürfen. Sie ermöglicht Macht und neigt zu Hybris in der Illusion, die Natur kontrollieren zu können. Szenarien hintergehen im Extremfall die Definition des Problems und laufen Gefahr, einem Phantom zu folgen. Das Problem selber wird in einer „Black Box“ isoliert. Mit der Virtualität von Simulationen verlagert sich der Schwerpunkt somit vielmehr auf die Lösung in Form gangbarer Wege, die am Ende vor dem Hintergrund politischer Belange ausgewählt werden. Vorsorge basiert dann sehr schnell nicht mehr auf der wissenschaftlichen Evidenz.

Magie erscheint anachronistisch, als etwas längst Überwundenes. Vor dieser Meinung sollte sich die moderne Gesellschaft hüten. Der Philosoph und Nobelpreisträger Henri Bergson hat sich mit diesem Thema bereits in den 1920er-Jahren befasst und schrieb damals:

„Von der Wissenschaft zurückgedrängt, lebt die Neigung des Menschen zur Magie fort und wartet auf ihre Stunde. Wenn die Aufmerksamkeit auf die Wissenschaft sich einen Augenblick ablenken lässt, bricht sofort die Magie in unsere zivilisierte Gesellschaft ein, so wie der im Wachen zurückgedrängte Wunsch den leisesten Schlaf benutzt, um sich in einem Traum zu befriedigen“ (10).

Solange eine aufgeklärte und lebendige Gesellschaft sich von Mut und Zuversicht leiten lässt und einer unberechenbaren Natur das gebührende Maß an Demut zollt, solange wird sie in der Lage sein, der Magie zu widerstehen. Wird sie aber von Angst übermannt, dann sieht sie im kollektiven Geist den Weg zur Lösung.

Abgenabelt von der Komplexität der Natur sucht sie dann in einer Form von Mystizismus sich mit der Natur zu vereinen. Dem Wissenschaftssystem droht in diesem Fall eine radikale Änderung, wenn die Formbarkeit des natürlichen Möglichkeitsraumes als Ziel durch eine gesellschaftspolitische Viabilität ersetzt wird.

Dann geben simulierte Szenarien nur noch isomorphe Wirklichkeiten vor, die am Ende nicht der Wahrheitsfindung dienen, sondern möglicherweise eine als Weltmodell ideologisch vorgegebene Denkstruktur substruieren. Wissenschaft wandelt sich darin zum personalisierten Wesen: „Die“ Wissenschaft übernimmt die Rolle eines Geistes, mit dem in der Magie kommuniziert wird. Aber steigt sie einmal zur Herrin auf diesem Gebiet auf — so Bergson 1932 —, dann spielt die Magie Tausend und Abertausend Variationen über sich selbst. Sie sei furchtbarer als die Wissenschaft, da ihre Erfindungen reine Phantasie sind und nichts kosten.

Nun, Letzteres stimmt so leider nicht. Aber genau dies sind dann die Gründe dafür, warum ein „Kaltlufttropfen“ als natürliches Phänomen der Meteorologie, in dem sich warm-feuchte Luftmassen verfangen und in die Höhe schrauben, zur angeblich menschengemachten Umweltkatastrophe in Westdeutschland wird (11).

Anstatt sich auf über lange Zeiträume hinweg wiederkehrende Katastrophen vorzubereiten, wird stattdessen einer humanökologischen Klimaideologie Vorfahrt gegeben, die Unmengen an Geld verschlingt und den Menschen zum neumodernen Puritanisten erzieht. Die Schuld des Menschen als Krebszelle eines weltumspannenden Ökosystems wurde dabei schon in Zeiten der Magdalenenflut — vor 679 Jahren — durch kirchliche Prozessionen bekundet (12).

Mit der Zustimmung der Natur als vordergründiges Ziel der Magie wird dann auch verständlich, dass eine politisch motivierte Wissenschaft historische Globaltemperaturen dem flachen CO2-Konzentrationsverlauf vergangener Zeiten anpasst und dies dann als „Hockeystick“ bildträchtig verbreitet (13). Oder dass die Rekord-Sonnenaktivität des 20. und 21. Jahrhunderts, die sich aus einer Rekord-Inaktivität während der „Kleinen Eiszeit“ heraus entwickelt hat, als naheliegender Ursprung eines Klimawandels keine Rolle spielen darf (14).

Eine ebenso bildträchtige Verbreitung dieses Wissens erscheint wenig opportun. Dabei spiegelt der Verlauf des Hansen‘schen Wunschszenarios C genau diesen Aktivitätsverlauf bis heute weitaus besser wider als irgendeine CO2-Vergiftung des Klimas. Eine Zustimmung der Natur aber zielt nicht auf Wahrheit ab, sondern auf politische Macht und kollektiven Gehorsam.

Unterwerfungsrituale und möglichst viele moralische Fettnapfthemen — Regenbogen, niederknien, drei Toiletten, kritische Rassentheorie und vieles mehr — sorgen dabei für die entsprechende Unterwürfigkeit einer ganzen Kultur — Entschuldigung hier, Entschuldigung dort. Immer wieder stapfen die Menschen, die im Bühnenlicht stehen, genau da hinein. Widersacher müssen zu Leugnern gestempelt werden, die Impfung wird zur Massentaufe für das neue Kollektiv. Der Geist der Magie fordert die Schließung der Reihen. Sonst wird Gaia ihre Zustimmung verweigern.

Die Experten — nicht selten selbst ernannte — haben mit Simulationen und Gesülze den tatsächlichen Verlauf der Pandemie in Wahrheit komplett verfehlt, stattdessen in hohem Maße zur Panik beigetragen.

Bis heute spielt die Realität in dieser Pandemie kaum eine Rolle. Gesamtsterblichkeiten und Krankenhausauslastungen lagen in keinem Fall — weder 2020 noch 2021 — in Bereichen, die vor dem Hintergrund von Demografie und Witterung nicht zu erwarten gewesen wären (15). Zahlreiche Krankenhäuser wurden geschlossen, und die Chefärzte hatten sogar ausreichend Spielraum, um mit den freien Intensivbettenzahlen die Wirtschaftlichkeiten ihrer Kliniken zu verbessern (16).

Nachweisbare, eindeutig auf Corona zurückgehende Sterbefallzahlen liegen hier wie drüben weit unter den öffentlich kolportierten Größenordnungen. Hätte die magische Politik Corona nicht zum Medienhype gemacht und den PCR-Test nicht zum diagnostischen Zauberstab hochgespielt, dann würde auf den meisten Totenscheinen vermutlich alles andere stehen als COVID-19.

Aber noch immer stehen Corona-Erkrankungen im Vordergrund des Geschehens, obwohl die Sterblichkeit und die Schadenshäufigkeit bei den geimpften Menschen weit mehr Sorgen machen sollten. Seit Beginn der Massenimpfungen, also ungefähr seit Februar 2021, sind statistisch betrachtet täglich mindestens 110 Menschen in der EU an den Folgen der Impfung gestorben. In allen Altersklassen erleiden Tausende Menschen täglich massivste körperliche Schäden.

Die verzeichneten Todeszahlen durch genetisch funktionierende Impfinjektionen liegen für die EU, Großbritannien und die USA zusammen bei mittlerweile circa 30.000 Todesfällen (17). Aber ein so schönes Kriegsdashboard wie bei Corona gibt es diesmal leider nicht. Dabei darf getrost davon ausgegangen werden, dass ein Großteil der Opfer gar nicht in die Statistik einfließt. Sei es, weil irgendeine zeitliche Grenze von einigen Tagen nach Impfung überschritten wird und Impfopfer dann nicht mehr als solche anerkannt werden, oder sei es, weil Impfopfer als „politisch unkorrekt“ gelten und unter den Teppich gekehrt werden.

Eine Gesellschaft, welche die Wissenschaft durch Magie ersetzt, wird nicht überlebensfähig sein. Abgesehen vom kulturellen Schaden, der damit einhergeht, wurden jahrzehntelang die Finanzmittel für Energiewende und Klimaschutz ausgegeben, heute in schier unfassbaren Dimensionen. An eine längst überfällige und vor allem human ablaufende Digitalisierung, die in hohem Maße einer nachhaltigen und wissenschaftlich begleiteten Bildungsoffensive für die Bürger und Bürgerinnen bedurft hätte, hat die Magie kein Interesse gehabt. Macht und Kontrolle sind ihr wahres Ziel. Bildung stört da nur.


Quellen und Anmerkungen:

(1) P. R. Ehrlich, The Population Bomb. New York 1968.
(2) Der Spiegel, 7/1983, Wir stehen vor einem ökologischen Hiroschima.
(3) B. Lewin 2017, Hubert Lamb and the transformation of climate science. GWPF-Report 17, 45 Seiten.
(4) Zitat von Jim E. Hansen in Argus-Press, Owosso, Michigan, am 24. Juni 2008 / National Snow & Ice Data Center: https://nsidc.org/arcticseaicenews/charctic-interactive-sea-ice-graph/
(5) J. E. Hansen et alii 1988, Global Climate Changes as Forecast by Goddard Institute for Space Studies Threedimensional Model. J. Geoph. Res., Vol. 93 (D8), Seiten 9341-9364.
(6) M. Thatcher, Statecraft — Strategies for a Changing World. Paperback Edition 2003, HarperCollinPublishers, London, Seiten 449 ff.
(7) Szenarien-Strategiepapier des Bundesinnenministeriums, 28. April 2020: Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen. https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapiercovid19.html (abgerufen am 18. Juli 2021)
(8) E. Bendavid et allii 2021, Assessing Mandatory Stay‐at‐Home and Business Closure Effects on the Spread of Covid‐19. European Journal of Clinical Investigation, accepted article, 21 Seiten. / R. F. Savaris et allii 2020, Stay-at-home policy: is it a case of exception fallacy? An internet-based ecological study. medRxiv preprint doi: https://doi.org/10.1101/2020.10.13.20211284. / Christian Bjørnskov 2021 – Did Lockdown Work? An Economist’s Cross-Country Comparison. CESifo Economic Studies, ifab003, https://doi.org/10.1093/cesifo/ifab003
(9) Eigene Berechnungen aus bevölkerungsnormierten Daten des Bundesamtes für Statistik und Destatis.
(10) H. Bergson 1932, Die beiden Quellen der Moral und der Religion. Felix Meiner Verlag Hamburg 2019.
(11) Auf Earth.Nullschool.net lässt sich die Entwicklung des Kaltlufttropfens zum einen in der Einstellung Air — Wind — 500 hPa — Temp anschaulich ab dem 14. Juli 2021, 11:00 Uhr UTC, zunächst stundenweise, dann in Tagesschritten verfolgen. Der Tropfen löst sich von der Polarfront ab und wandert südwärts über Europa hinweg. Es handelt sich dabei übrigens nicht um ein „Blocking“. Beim Abschnürvorgang dringen im Norden und Osten des Tropfens warm-feuchte Luftmassen in das Tiefdruckgebiet ein und rotieren ansteigend entgegen der Uhrzeigerrichtung über den südlichen Köln-Aachener Raum hinweg. Dabei kühlen sich die Luftmassen ab, und die Feuchte kondensiert als Regen aus. Das Unwettergeschehen kann hingegen in der Einstellung Air — Wind — sfc — 3HPA — O am besten nachvollzogen werden: https://earth.nullschool.net/#2021/07/14/0900Z/wind/isobaric/500hPa/overlay=temp/orthographic=-356.36,44.75,1099
(12) Andauernde heftige Regenfälle im Sommer des Jahres 1342 erzeugten enorme Flutwellen an Elbe, Pegnitz, Rhein und Main. Ganze Schluchten wurden in den Boden gerissen, die noch heute in Bodenprofilen nachweisbar sind. Äcker wurden zunichte gemacht, und es folgte eine große Hungersnot. Dieser Flut wurde in der Folgezeit mit der Maria-Magdalena-Prozession gedacht, und somit ist sie als „Magdalenenflut“ in die Geschichte eingegangen.
(13) M. E. Mann et alii 1998, Global-scale temperature patterns and climate forcing over the past six centuries. Nature, Vol. 392, Seiten 779 bis 787. / E. J. Wegmann et alii 2010, Ad hoc Committee report on the Hockey Stick global climate reconstruction. Science & Public Policy Institute, Reprint Series 2010, Seite 92.
(14) F. Steinhilber et alii 2008, Solar modulation during the Holocene. Astrophys. Space Sci. Trans., Vol. 4, Seiten 1 bis 6.
(15) B. Augurtsky et alii 2021, Analysen zum Leistungsgeschehen der Krankenhäuser und zur Ausgleichspauschale in der Corona-Krise. Projektbericht des RWI — Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, 30. April 2021. Erstellt für das Bundesgesundheitsministerium.
(16) Erkennbar anhand von Tagesreport-Daten des DIVI-Intensivregisters zwischen November 2020 und Januar 2021 / Außerdem: Deutscher Bundestag — Ausschuss für Gesundheit UA Pandemie — Ausschussdrucksache 19 (14-2) 13 (2): Tom Lausen: geladen als Einzelsachverständiger zur öffentlichen Anhörung am 08. Juli 2021.
(17) Daten aus diversen Quellen (Angabe der Quellen unter https://www.bitchute.com/video/8eis92PBd0rD/; abgerufen am 18. Juli 2021); Daten für Europa werden unter https://healthimpactnews.com/2021/17503-dead-71-7-million-injured-50-serious-reported-in-european-unions-database-of-adverse-drug-reactions-for-covid-19-shots/ angegeben.

Marc Krecher, Jahrgang 1968, arbeitete nach dem Geologiestudium und der Promotion in der Sedimentforschung und im Umweltschutz. Es folgten Lehrtätigkeiten in den Themen Geologie, Erneuerbare Energien und Geothermie an der Universität Freiburg i. Br. Nebenher konnte er mehrere Jahre Erfahrungen in der Betreuung von Menschen mit physischer und psychischer Beeinträchtigung machen. Seit 2013 ist er beruflich für einen Energieversorger in der kommunalen Energieberatung tätig. Mit der Veröffentlichung von „Klimawandel, Freiheit und der Rand des Chaos“ machte er sein Debut als Buchautor. Weitere Informationen unter freiheit-ist-fortschritt.de.

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