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Blaupause einer Impfdiktatur

Im Exklusiv-Interview kritisiert Dr. Steffen Rabe das Fehlen eines wissenschaftlichen Diskurses zur Corona-Politik.

von Burak Erbasi, Adriana Sprenger

Bereits im November vorigen Jahres interviewte das Rubikon-Team Dr. Steffen Rabe (1) — damals drehte sich alles um die Masernimpflicht, und niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass wir so schnell wieder zu Gast in Rabes Münchner Praxis sein werden. Doch die derzeitige gesellschaftliche Lage, die politischen Entscheidungen der vergangenen Wochen und die damit einhergehende Berichterstattung fordern dringender denn je einen offenen Diskurs — frei nach dem Zitat: „In der modernen Kultur preist die wissenschaftliche Gemeinschaft den Dissens als ein Mittel zur Vermehrung des Wissens. Für den Ur-Faschismus ist Dissens Verrat.“ (Umberto Eco)

Seit mehr als 20 Jahren führt Dr. Steffen Rabe seine eigene Kinderarztpraxis, in der er sich — unter anderem — auf die individuelle Impfberatung seiner Patienten spezialisiert hat. Zudem ist Rabe Mitbegründer des „Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V.“, Dozent in der ärztlichen Weiterbildung im In- und Ausland und Verfasser zahlreicher Fachartikel. Auch auf seinem eigenen Blog „Coronoia — der Blog“ (2) sind tägliche Updates über die aktuellen Geschehnisse zu finden.

Unser derzeitiges Wissensfundament, das unter anderem zur Berechnung der Reproduktionszahl sowie der Sterberate dient, besteht aus geschätzten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) und gleicht somit einem Kartenhaus, das mit einer kleinen Zahlendrehung in sich zusammenfällt. Dahingegen wird die repräsentative Heinsberg-Studie von Dr. Hendrik Streek, dessen Ergebnis im Vergleich zu den Schätzungen des RKI eine zehnmal höhere Dunkelziffer an Infizierten darlegt, in den Medien regelrecht zerrissen (3).

Am Grunde des großen Informationsmeeres, dessen Spiegel jeden Tag ansteigt, fehlt uns bis heute eine empirisch fundierte Wissensbasis. Kurz und knapp gesagt: Wir haben ein Meer an Informationen, mit nur einem Tropfen an Wissen.

Dieser Tatsache zum Trotz, wird in messianischer Voraussicht gepredigt, dass wir erst wieder zur „neuen“ Normalität kommen können, sobald ein Impfstoff gefunden wäre.

Zitat aus Rabes Blog:

„Das Robert Koch-Institut hat auf der Pressekonferenz vom 21. April 2020 erstmals eine Rückkehr zur gesellschaftlichen Normalität — mit anderen Worten: die Wiederherstellung eines freiheitlichen Rechtsstaates, in dem Grund- und Menschenrechte uneingeschränkte Gültigkeit haben — an die Verfügbarkeit eines SARS-CoV-2-Impfstoffes geknüpft. Solange es keinen Impfstoff gebe, so Lars Schaade, Vize-Präsident des RKI, werde es Auflagen geben.

Man ist versucht, dem Begriff der Virolokratie (Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung) den der Vakzinokratie nachzuschieben — ein ganz und gar aberwitziges, absurdes Menschenbild, Staats- und Rechtsverständnis der obersten deutschen Gesundheitsbehörde wird hier zunehmend deutlich“ (4).

Hunderte von Spezialistenteams sitzen derzeit an der Erforschung verschiedenster Technologien, um eine Möglichkeit zu finden, dem Virus Sars-CoV-2 den Garaus zu machen. Hierbei wird oftmals mit der neuen Methodik des „RNA-Impfstoffes“ geforscht. Bisher wurde noch kein RNA-Impfstoff zugelassen, da trotz langwieriger Forschung mit dieser neuen Technologie noch nie eine Marktreife erlangt werden konnte.

Doch nun scheint die Zeit zu drängen, da eine Verkürzung eines solch langwierigen Zulassungsprozesses im Raum steht, um endlich wieder gesellschaftliche Normalität herstellen zu können.

Rabe sieht dieses politische Handeln nach dem alten Sprichwort „Not kennt kein Gebot“ durchaus kritisch.

Ohne eine jahrelange ausreichende Prüfung eines Impfstoffes, basierend auf einer für uns neuen Technologie, sind wir uns weder über die damit einhergehenden Nebenwirkungen noch über die mittel- und langfristigen Auswirkungen dieser Impfung im Klaren.

Das Überspringen der geltenden Sicherheitsstufen kann somit ein noch unbekanntes gesundheitliches Risiko für Impflinge bedeuten, das wir durch zu vorschnelle Entscheidungen und ohne fundierte Wissensbasis zum jetzigen Zeitpunkt nicht einschätzen können.


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