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Coronahilfe „Deutsche Unternehmen besonders dreist“

Dividenden mit staatlicher Coronahilfe

»Der Coronakrise zum Trotz leisten sich Konzerne weltweit hohe Dividenden, zeigt eine Oxfam-Studie. Deutsche Firmen gingen besonders dreist vor.«

Darüber schreibt am 10.9. der Tagesspiegel.

»… Die 25 profitabelsten Unternehmen der Welt werden demnach in diesem Jahr 378 Milliarden Dollar an ihre Aktionäre ausschütten – mehr als sie 2020 mutmaßlich verdienen werden. Gemessen an den absoluten Zahlen liegen dabei zwar die großen US-Konzerne von Apple bis Walmart vorne. Die deutschen Unternehmen zeichneten sich jedoch besonders „durch Dreistigkeit und Maßlosigkeit aus“, schreibt Oxfam.

Als Beispiel nennt die NGO BMW. Der Autobauer hat in diesem Jahr 1,6 Milliarden Euro an Dividenden ausgezahlt – gleichzeitig aber Kurzarbeit eingeführt und sich öffentlich für eine staatliche Kaufprämie stark gemacht. BASF wiederum überweist Dividenden in Höhe von 3,4 Milliarden Euro, hat in Großbritannien aber eine Staatshilfe in Milliardenhöhe angenommen. Bayer will drei Milliarden Euro an seine Aktionäre zahlen, hat aber ebenfalls 670 Millionen Euro aus dem britischen Nothilfefonds kassiert.

Allein die 25 reichsten Milliardäre der Welt haben ihr Vermögen von Mitte März bis Ende Mai Oxfam zufolge um 255 Milliarden Dollar vergrößert. Wie viel das im einzelnen ausmacht, zeigt das Beispiel von Amazon-Chef Jeff Bezos. Er könnte jedem seiner 876.000 Mitarbeiter einen Bonus in Höhe von 105.000 Dollar zahlen – und wäre immer noch so reich wie zu Beginn der Coronakrise, rechnet die NGO vor.

Während einerseits 400 Millionen Jobs durch die Pandemie verloren gegangen sind, steigern die 32 profitabelsten Unternehmen der Welt ihren Gewinn in diesem Jahr um 109 Milliarden Dollar. Allein auf Microsoft Google, Apple, Facebook und Amazon entfallen davon 46 Milliarden Dollar. In Europa wiederum zählen laut Oxfam Nestlé, die Deutsche Telekom und Telecom Italia zu den größten Profiteuren der Krise. „Die enormen Gewinne der Unternehmen wären kein Problem, wenn sie geteilt würden und der Rest der Gesellschaft davon profitieren würde“, schreibt Oxfam. Stattdessen aber würden die 32 größten Corona-Profiteure unter den Konzernen 88 Prozent ihrer Gewinn an ihre Aktionäre ausschütten.«


Quelle: Corodok.de

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