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Das Killerspiel

In einem Computerspiel von ARD und ZDF soll man wegen Corona kleine Kinder totschlagen.

von Jens Bernert

Die Angriffe auf einzelne Bevölkerungsgruppen aufgrund der Coronakrise erreichen ein neues Level. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender rufen über ein Videospiel zur virtuellen Ermordung von Kindern, Partypeople und anderen angeblichen Virenschleudern auf.

Die Attacken auf einzelne Bevölkerungsgruppen im Rahmen der Coronakrise nehmen unfassbare Ausmaße an. Willkürmaßnahmen erhöhen den Druck auf die Bevölkerung. Entgegen aller wissenschaftlichen Evidenz — von normalen menschlichen Rechts- und Moralvorstellungen ganz zu schweigen — werden die schwächsten Glieder der Gesellschaft, die Kinder, als Hassobjekte auserkoren und misshandelt (1, 2).

Diese Propaganda wird immer perverser und härter. In einem Computerspiel von ARD und ZDF, welches im Internet unter playcoronaworld.com zu finden ist, muss man jetzt kleine Kinder totschlagen (3). Das ist leider kein Witz. Das gibt satte 150 Punkte pro Kind.

Die beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehsender rufen im Internet über ihr Onlineportal „Funk“ und per „Satire“ zur Ermordung von Kindern auf, „irgendwie wegen Corona oder so“. Es wird nicht einmal gesagt, dass man Kinder totschlagen soll, die „Corona haben“, sondern es geht ganz allgemein ums Kinder töten, weil diese angeblich hochinfektiös seien, was nebenbei bemerkt eine glatte Lüge ist.

Ein Kommentator unter dem Artikel „Infektionsschutzmaßnahmen stehen über dem Kindeswohl“ von Bernhard Loyen weist auf diese bis vor kurzem in Deutschland eigentlich unvorstellbaren Äußerungen der öffentlich-rechtlichen Medien hin und ist zurecht empört (4):

„Habe da gerde beim Jugend-Onlineportal ‚Funk‘ von ARD und ZDF noch etwas perverses gefunden — WIDERLICH!

‚Pro zerdrücktem Kind bekommt der Spieler 150 Punkte‘

‚Kämpfe dich durch eine Armee von Vollidioten und Virenschleudern (‚Jogger, Prepper, Partypeople‘ und – bitte festhalten – hochinfektiöse kleine Kinder‘)! Mach sie platt!‘ heißt es dazu im Werbevideo zum Spiel.‘

Dafür, liebe Eltern, zahlt ihr Gebühren.“

Hier das Werbevideo zum Videospiel „Corona World: Das Game zur Krise“ von browser ballet, welches im Gegensatz zu etlichen Corona-Maßnahmen-kritischen Videos selbst hochrangiger Experten selbstverständlich nicht von Youtube gesperrt wurde (5):

Kinder bedürfen des Schutzes der Gesellschaft, haben aber mit am meisten unter den sogenannten Corona-Maßnahmen zu leiden (6 bis 10). Und ganz abgesehen von dieser unfassbaren Hass-Propaganda gegen Minderjährige bleibt festzustellen: Das mit den Virenschleudern ist „natürlich“ auch gelogen und deckt sich nicht mit den Stimmen der Experten zur Coronakrise (11, 12).

In dem Beitrag „Doch weniger Viren im Rachen der Kinder: Schweizer Statistiker kritisiert den Virologen Christian Drosten“ des Tagblattes aus der Schweiz heißt es (11):

„Unter 10-jährige Kinder sind doch nicht so grosse Virenschleudern wie Erwachsene — das ist die korrigierte Bilanz des Schweizer Bio-Statistikers Leonhard Held. Damit gerät der Deutsche Virologe Christian Drosten noch mehr in Kritik. (…) Leonhard Held kommt in seinem Kommentar (13) zum Schluss, dass es durchaus Hinweise gebe für eine zunehmende Virenlast mit zunehmendem Alter. Oder umgekehrt ausgedrückt: Je jünger die Kinder sind, desto weniger Viren sind in ihren Nasen.“

Kinder sind also in bezug auf den Coronavirus weniger Virenschleudern als Erwachsene. Und selbst wenn sie hochinfektiös wären, hätten sie eine solche Behandlung nicht verdient.


Quellen und Anmerkungen:

(1) http://blauerbote.com/2020/05/08/prof-held-zu-corona-weniger-viren-im-rachen-der-kinder-scharfe-kritik-an-drosten/
(2) https://kenfm.de/infektionsschutzmassnahmen-stehen-ueber-dem-kindeswohl-von-bernhard-loyen/
(3) https://playcoronaworld.com/
(4) https://kenfm.de/infektionsschutzmassnahmen-stehen-ueber-dem-kindeswohl-von-bernhard-loyen/#comment-200647
(5) https://www.youtube.com/watch?v=hb5x-kVA0uA&feature=emb_title
(6) http://blauerbote.com/2020/08/13/kinder-foltern-fuer-angela-merkel/
(7) http://blauerbote.com/2020/08/10/coronakrise-gezielte-angriffe-auf-unsere-kinder/
(8) http://blauerbote.com/2020/08/09/kinderschutzbund-angeordnete-isolierung-von-kindern-mit-corona-verdacht-verletzt-kinderrechte/
(9) http://blauerbote.com/2020/08/15/maskenzwang-ein-kind-spricht-ueber-die-schule-in-der-neuen-normalitaet/
(10) https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2020/daz-33-2020/hauptsache-maske
(11) https://www.tagblatt.ch/leben/coronavirus-und-kinder-schweizer-studie-bringt-drosten-in-kritik-ld.1218504
(12) http://blauerbote.com/2020/05/20/250-expertenstimmen-zur-corona-krise/
(13) https://osf.io/bkuar/


Jens Bernert, Jahrgang 1974, ist studierter Geograph und Politikwissenschaftler mit Abschluss der Universität Mannheim und arbeitet seit zehn Jahren als Software-Entwickler im Java-Umfeld. In seiner Freizeit bloggt er unter anderem in seinem Weblog „Blauer Bote Magazin“ meist zu aktuellen politischen und zeitgeschichtlichen Themen. Außerdem macht er als DJ Underpop — in leider immer größeren Abständen — Mannheim und Heidelberg unsicher.


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