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Der Master-Plan

Die Corona-Pandemie ist nur der Testfall für ein neues, milliardenschweres Geschäftsmodell.

Ein Artikel von Franz Ruppert


Infektion wird zur Krankheit erklärt, und jede noch so kleine Spur eines Virus zu einer Infektion. Das gehört zu den grundlegenden Elementen eines neuen Geschäftsmodells der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der hinter ihr stehenden Kräfte. Die aktuelle Corona-Pandemie ist der erste planmäßige Test, ob das Modell tatsächlich geschäftstauglich ist. Das Geschehen ist eine der Folgen der Ökonomisierung des Gesundheitsweisens und der Privatisierung der Weltpolitik. Dazu gehört auch die Abkehr vom Blick auf die sozialen, politischen, ökonomischen und Umweltfaktoren für die Gesundheit. Dieser wird ersetzt, indem nur noch Krankheitserreger als Schuldige ins Visier genommen werden. Franz Ruppert beschreibt, wie das funktioniert.

Folgende Definition hatte sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei ihrer Gründung 1946 ins Stammbuch geschrieben:

„Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Der Besitz des bestmöglichen Gesundheitszustandes bildet eines der Grundrechte jedes menschlichen Wesens, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Anschauung und der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung.“

Seit die WHO zunehmend unter den Einfluss von Spendengeldern aus der Industrie und von dubiosen Stiftungen geraten ist, wird sie immer mehr zu einem Lobbyverein und verkürzt daher auch ihre Definition von Krankheit und Gesundheit zunehmend auf das medizinisch-biologische Modell von Infektionskrankheiten. Demzufolge verengt sich ihr Fokus vor allem auf Krankheitserreger, die mit Impfstoffen und Medikamenten bekämpft werden müssen. Die selbst heilenden Aktivitäten des körpereigenen Immunsystems, die psychologischen, sozialen, wirtschaftlichen, ernährungs- wie umweltbezogenen Faktoren, welche den Gesundheitszustand eines Menschen entscheidend bestimmen, werden auf diese Weise radikal ignoriert.

Große Mengen der staatlichen wie privatwirtschaftlichen Geldmittel sollen daher von nun an in die Verhinderung von Infektionen und die Erforschung und Verbreitung von Impfstoffen investiert werden, als hinge Wohl und Wehe der gesamten Menschheit einzig von einer Handvoll Viren ab. 2019 hat die WHO ein entsprechendes Strategiepapier vorgestellt:

„Die WHO hat heute eine Globale Influenza Strategie für die Jahre 2019 bis 2030 verabschiedet, die darauf abzielt, die Menschen aller Länder vor der Bedrohung durch Influenza zu schützen. Das Ziel der Strategie ist es, einer saisonalen Influenza vorzubeugen, das Überspringen von Influenza von Tieren auf Menschen zu kontrollieren und sich auf die nächste Influenza-Pandemie vorzubereiten.“

„Die Gefahr einer Influenza-Pandemie ist immer vorhanden”, sagt der Generaldirektor der WHO Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Das Risiko, dass sich ein neues Influenza-Virus von Tieren auf Menschen überträgt und damit eine Pandemie verursacht, ist beständig vorhanden. Die Frage ist nicht, ob wir eine neue Pandemie haben werden, sondern wann. Wir müssen wachsam und vorbereitet sein — die Kosten eines größeren Influenza-Ausbruchs werden die Kosten der Prävention bei Weitem übertreffen.“

Das Ziel dieser neuen WHO-Strategie ist klar vorgegeben: Überwachung und Kontrolle aller Menschen weltweit, was durch die Informationstechnologie und Handys heutzutage leicht zu machen ist, und Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen, die dann der gesamten Weltbevölkerung alle Jahre wieder zu verabreichen sind.

„Die neue Strategie ist die umfassendste und weitreichendste, welche die WHO jemals für die Influenza entwickelt hat. Sie umschreibt einen Weg, um die Bevölkerungen jedes Jahr zu schützen und sie hilft, auf eine Pandemie vorbereitet zu sein, indem Routineprogramme gestärkt werden. Es gibt dabei zwei übergreifende Ziele:

  1. Stärkere landesweite Kapazitäten aufzubauen für die Krankheitsüberwachung und Reaktion auf die Krankheit, für die Prävention und Kontrolle, und das Vorbereitetsein. Um das zu erreichen, muss jedes Land ein eigens zugeschnittenes Influenzaprogramm haben, das seinen Beitrag zur nationalen und globalen Aktionsbereitschaft und zur Sicherheit der Gesundheit leistet.
  2. Bessere Werkzeuge entwickeln, um der Gefahr der Influenza vorzubeugen, sie zu entdecken, zu kontrollieren und zu behandeln, wie effektivere Impfungen, antivirale Medikamente, mit dem Ziel, diese für alle Länder zugänglich zu machen“ (1).

Für die WHO macht es keinen Unterschied, ob das ganze Geschehen nun Influenza- oder Corona-Pandemie genannt wird — Hauptsache ihr Pandemie-Masterplan kommt weltweit ins Rollen. Beim Versuch im Jahr 2020, eine Pandemie mit der nicht bewiesenen Hypothese, ein Virus sei von Tieren auf den Menschen übergesprungen, glaubhaft in Szene zu setzen, hat man dieses Mal einen positiv klingenden Namen gewählt: „Corona“. Im Unterschied zu früher, als die Rede von einer Schweine-, Vogel-, Rinder- oder Kamel-Grippe war, hat man uns gleich ein einprägsames Bild von der rot leuchtenden Corona-Kugel mitgeliefert, damit sich jeder das vermeintliche Killervirus mit seinen Spikes auf der Oberfläche der Kugel gut vorstellen kann.

Die Behauptung, Viren würden von Tieren auf Menschen überspringen, ist für das gesamte Infektionskonstrukt insofern wichtig, als damit behauptet werden kann, das menschliche Immunsystem sei auf einen solchen Virenbefall nicht vorbereitet. An dieser Idee wird sogar dann noch festgehalten, wenn dann in der Praxis festzustellen ist, dass 95 Prozent der mit dem angeblichen Killervirus „Corona“ infizierten Menschen keine schweren Gesundheitsschäden davontragen.

Seine Umsetzung am Beispiel Bayern

Der Bayerische Influenzapandemie-Rahmenplan ist ein Beispiel für die systematische und bis ins letzte Detail durchgeplante Umsetzung der Masterplan-Strategie der WHO zur Ausrufung und praktischen Durchführung einer Pandemie. In ihm sind alle Stichworte enthalten: „neuartiger Virus“, „hohe Sterberaten“, „Gesundheitssysteme werden überlastet“ …, die im Jahr 2020 bei er „Corona-Pandemie“ hergenommen werden, um der Bevölkerung durch Mantra artige Wiederholungen die einschneidenden Maßnahmen zur Einschränkung ihrer gewohnten Freiheiten zu begründen. Die spezifisch bayerische Note „Volksfeste“ darf darin natürlich nicht fehlen.

So heißt es ausschnittsweise in diesem bayerischen Rahmenplan:

„Eine Pandemie bezeichnet eine weltweite Epidemie. Eine Influenzapandemie wird durch ein neuartiges Grippevirus verursacht. Da dieser neue Erreger zuvor nicht oder sehr lange nicht in der menschlichen Bevölkerung vorgekommen ist, ist das Immunsystem nicht vorbereitet. Der Mensch ist daher auch nicht geschützt. Pandemien können so zu erhöhten Erkrankungs- und Sterberaten führen, welche die Raten bei den jährlichen Influenzawellen um ein Vielfaches übertreffen. Damit könnten sie zu extremen Belastungen für das medizinische Versorgungssystem und den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) bis hin zu einer erheblichen Gefahr für die öffentliche Ordnung und für die Funktionstüchtigkeit der gesamten Volkswirtschaft führen. …

Allgemeinmaßnahmen zielen darauf ab, die Infektionsdynamik einzudämmen, indem Sozialkontakte in der Allgemeinbevölkerung oder in bestimmten Personengruppen reduziert werden. Sie kommen — allein oder zusätzlich zu den Individualmaßnahmen — in Betracht, um der Verbreitung der Influenza durch noch gesunde oder nur leicht erkrankte Personen zu begegnen. Sie gehen naturgemäß mit größeren Einschränkungen des öffentlichen Lebens einher, haben teilweise erhebliche wirtschaftliche oder organisatorische Folgen, kollidieren gegebenenfalls mit Grundrechten und sind folglich ausschließlich solchen Situationen vorbehalten, in denen weniger einschneidende Maßnahmen, nicht ausreichend sind.

Betroffen sind beispielsweise Veranstaltungen oder Großereignisse, zum Beispiel kulturelle, sportliche oder politische Veranstaltungen, Märkte, Volksfeste, die eingeschränkt, untersagt oder mit infektionsminimierenden Vorgaben belegt werden können. Betroffene Grundrechte sind die Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit, Berufsfreiheit; bei politischen Veranstaltungen — auch die Versammlungsfreiheit. In Frage kommt auch die Schließung von öffentlichen oder privaten Einrichtungen, in denen eine größere Anzahl von Menschen zusammenkommt. …“

Auch in Bezug auf die Auflösung des Pandemie-Zustandes geht die bayerische Regierung mit der WHO völlig konform:

„Die Möglichkeit zur Impfung der Bevölkerung im Falle einer Pandemie mit einem neuartigen Influenza-Virus stellt eine zentrale Schutzmaßnahme jeder modernen Pandemieplanung dar. Vor dem Hintergrund der technischen Rahmenbedingungen der Produktion eines Pandemie-Impfstoffes, ist mit mehreren Monaten zwischen der WHO-Empfehlung und der flächendeckenden Auslieferung des Impfstoffes durch den Hersteller zu rechnen (Abb. 6.2). Dies ist in die Konzeptplanungen zur Bewältigung einer Pandemie einzukalkulieren. Ziel ist die möglichst rasche Sicherstellung der Impfstoffversorgung für die Teile der Bevölkerung, für die die Impfung empfohlen ist“ (2).

Die Corona-Pandemie im Detail

Unter dem Namen „Corona“ wird gerade eine solche Pandemie generalstabsmäßig durchgezogen. Folgende Bestandteile braucht es dafür:

  • SARS-CoV-2, ein angeblichen hochinfektiöser Killervirus: Umstandslos wird dieses Corona-Virus nicht als eine RNA-Sequenz gekennzeichnet, sondern gleich mit einem Krankheitsnamen belegt: SARS-CoV-2 „Severe Acute Repiratory Syndrom Corona Virus 2“, deutsch: Schweres akutes Atemwegs-Syndrom Corona Virus, Typ 2. Das Virus, das alle möglichen Folgen wie gar keine Symptome, leichtes Halskratzen oder eine laufende Nase zur Folge haben könnte, soll also in der Vorstellung gleich mit den allerschlimmsten Folgen verknüpft werden: Menschen können daran ersticken. Damit werden in der Kommunikation sofort extreme Existenzängste geweckt.
  • Covid 19, eine beliebig zu definierende Krankheit: Nachdem das Virus selbst schon den Namen einer schlimmen Krankheit trägt, wird die Krankheit, die mit ihm verknüpft sein soll, dann nur noch schlicht Covid 19 genannt, also Coronavirus-Krankheit aus dem Jahre 2019. Das hat den weiteren Vorteil, dass damit alles gemeint sein kann, was man dann in der Praxis der Pandemie gerne darunter subsummieren möchte: Das Virus könne auch das Gehirn, das Herz, die Nieren et cetera befallen. Hauptsache die Menschen haben den Eindruck, dass es ein unberechenbarer Bösewicht ist, der immer und überall zuschlagen könne.
  • Einen Test, der das Virus und die Infektion zugleich nachweist: Dieses Kunststück hat Prof. Dr. Christian Drosten, mit 32 Jahren bereits hochdekoriert mit Orden pharmanaher Stiftungen (3), in seinem Berliner Institut prompt ohne große Validierungsstudien ganz schnell geliefert. Dieser Test wird nicht nur als ein Nachweis für das Vorhandensein bestimmter Ausschnitte aus der Basensequenz eines Coronavirus genommen. Er gilt bereits als ein Test, der damit schon die mögliche Infektionskrankheit SARS-CoV-2 beziehungsweise Covid-19 diagnostizierbar macht. Je mehr getestet wird, umso mehr vermeintliche Krankheitsfälle werden damit ans Licht gezaubert.
  • Eine Epidemie, auf welcher der Pandemiefall aufgesetzt werden kann: In Deutschland war dies die saisonale Grippewelle. Der Karneval wurde offenbar noch abgewartet, nachdem die Nachrichten aus China bereits bekannt waren, damit sich die Infektionserkrankung deutlich wahrnehmbar ausbreitet.
  • Eine neue Sichtweise und Hochrechnungen für das Risiko: Bereits die Infektion mit einem Coronavirus wird schon als mögliche Krankheit definiert. Jeder, der infiziert ist, ist daher entweder potenziell in Gefahr, schwer zu erkranken, oder ist stellt selbst ein Infektionsrisiko für andere, die potenziell schwer erkranken könnten. Zahlenspiele und Hochrechnungen mit worst-case-Szenarien helfen hier, die Angst in der Bevölkerung kräftig anzuheizen. Mit Hilfe des Konzepts der Infizierbarkeit sind auch alle Gesunden, ob Kinder oder Greise, potenziell krank und müssen präventiv überwacht und kontrolliert werden. Und wenn dann der Impfstoff da ist, folgerichtig auch geimpft werden.

Das Manipulative an dieser Konstruktion einer Corona-Krankheit erkennt man auch daran, wie leicht alles Mögliche an Krankheitssymptomen oder gar Todesfällen diesem einen Virus in die Schuhe geschoben wird und Schwindel erregende Todeszahlen hochgerechnet werden. Aus meiner Zeit im Arbeits- und Gesundheitsschutz weiß ich noch, wie hart in Fachgremien oder vor Gerichten darum gestritten wurde, ob bei Arbeitern eine jahrelange Gefahrstoff-Exposition als berufsbedingte Erkrankung anerkannt werden solle oder ob der betreffende Arbeiter nicht etwa durch seinen Lebensstil (Rauchen!) oder aufgrund von Vorerkrankungen die körperlichen Schäden davon getragen hätte.

Auch in Bezug auf Impfschäden gibt es diese Auseinandersetzung. Kaum jemandem gelingt es, vor Gericht Recht zu bekommen, dass sein Kind durch diese eine Impfung zu Schaden gekommen ist. Auch hier wird immer auf mögliche andere Verursachungen hingewiesen und werden Entschädigungsansprüche in der Regel zurückgewiesen. Nur bei SARS-CoV-2 soll das alles ganz anders sein: Es ist das Virus, das diesen Menschen geschädigt und getötet hat. Er ist mit Sicherheit ein „Corona-Toter“!

Das Konzept von objektivierbaren „Krankheiten“

Die sogenannte Schulmedizin argumentiert schon seit Langem verkürzt naturwissenschaftlich und lässt zum Beispiel psychische Einflüsse auf die menschliche Gesundheit völlig außen vor. Das Subjektsein eines Menschen, dass ein Mensch also Ich-Funktionen, Wille und Bewusstsein, Bedürfnisse und Emotionen hat und seine gesamte Lebensgeschichte einen großen Einfluss auf seinen Gesundheitszustand nimmt, wird in dieser Richtung der Medizin für nebensächlich erklärt (4). Stattdessen werden scheinbar objektive Größen an einem Menschen gemessen, zum Beispiel Blutdruck und Insulinwerte im Blut. Diese werden als handfester Nachweis seiner „Krankheit“ gewertet und zur Grundlage rein physikalischer und chemischer Krankenbehandlungen gemacht. Der betreffende Mensch wird umstandslos als „Patient“ = „Leidender“ bezeichnet, selbst wenn er wegen etwas ganz anderem oder wegen dieses Krankheitssymptoms gar nicht leidet.

Das Ziel der Schulmedizin ist dabei auch nicht, das Wohlbefinden eines Menschen insgesamt zu verbessern oder ihn gar in seiner Persönlichkeitsentwicklung zu fördern, sondern solche zuvor definierten Krankheitsparameter in seinem Körper zu verändern. Krankheit heißt „Symptome haben“ und Gesundheit wird demnach kurzschlüssig mit der Symptomfreiheit von körperlich messbaren Größen gleichgesetzt.

Ein solches, den gesamten Menschen in seinem Lebensumfeld völlig ignorierendes Herangehen, hat notwendigerweise zur Folge, dass durch die Unterdrückung und Beseitigung bestimmter Symptome neue Probleme auftauchen. Dies führt in der Schulmedizin jedoch nicht zu einer Skepsis gegenüber dem eigenen Behandlungsansatz. Es beflügelt vielmehr ihren Ehrgeiz, auch gegen solche als „Nebenwirkungen“ bezeichneten Folgen schulmedizinischer Behandlungen neue Medikamente, Operationen, Bestrahlungen et cetera zu finden.

In der Psychiatrie zum Beispiel bekommen „Patienten“ zum Teil zehn und mehr Medikamente gleichzeitig verordnet, um die Folgen der Folgen anderer Medikamente zu kontrollieren. Sie werden dadurch selten symptomfrei, sondern erhalten immer mehr den Status „chronisch krank“ zugeschrieben, je länger sie in psychiatrischer Behandlung sind. Dauermedikation ist dann auf jeden Fall angesagt. Das Versagen schulmedizinischer Bemühungen wird nicht ihrer verkehrten Krankheitstheorie und der verheerenden Praxis ihrer Krankheitsbehandlung angelastet, sondern der vermeintlichen Unheilbarkeit der Krankheiten, somit den Patienten selbst. Ein „schönes“ Beispiel, wie in traumatisierten Gesellschaften die Täter-Opfer-Umkehrung funktioniert (5).

Monetär betrachtet ist dieses Symptome-Fass ohne Boden für die Akteure in einem solchen „Krankheitssystem“ jedoch eine Goldgrube. Einmal Patient zu sein bedeutet für immer Patient zu sein, an dem dann zeitlebens Geld verdient werden kann.

Um mir hier nicht den Vorwurf einzuhandeln, ich würde das ehrliche Bemühen von Ärzten insgesamt in Frage stellen, kranken Menschen zu helfen: Ich kenne viele Ärztinnen und Ärzte in meinem privaten wie beruflichen Umfeld, die ich als Menschen sehr schätze und für fachlich hochkompetent halte. Wenn sie jedoch in einem schulmedizinischen Kontext arbeiten, gestehen sie mir alle ein, dass sie sich in diesem System gefangen fühlen und dies nicht das ist, was sie als Ärzte eigentlich Gutes für kranke Menschen tun möchten.

Was ist neu am Konstrukt?

Das Konzept der Infektionskrankheit unterscheidet sich von anderen Krankheitsmodellen innerhalb der Schulmedizin. Während zur Behandlung von „Krebs“, „Diabetes“, „Fettleibigkeit“, „Bluthochdruck“, „Schizophrenie“ oder „Depression“ et cetera Menschen zumindest körperliche oder psychische Auffälligkeiten zeigen müssen, unter denen sie leiden, fällt dieser Umstand bei manchen Infektionskrankheiten völlig weg. Hier genügt oft bereits der Hinweis, dass es einen gefährlichen Erreger gäbe, um allen Menschen weltweit die Eigenschaft potenziell infektiös und andere potenziell infizierend zuzuschreiben, damit sie als infektionskrank diagnostiziert werden können. Sie sind damit alle automatisch Patienten und müssen folgerichtig mit möglichen sogenannten Schutzimpfungen „behandelt“ werden.

Der logische Trick, Krankheiten nicht als etwas von der Schulmedizin konstruiertes, sondern als etwas Natürliches, im Patienten selbst liegendes anzusehen, wendet die Schulmedizin auch bei den sonstigen Krankheiten an. Statt zu sagen, einem Menschen wird bei Vorliegen bestimmter körperlicher wie psychischer Auffälligkeiten eine Krankheit namens „Krebs“, „Diabetes“, Bluthochdruck“ oder „Depression“ diagnostisch zugeschrieben, wird einfach gesagt, dieser Mensch habe „Krebs“, „Diabetes“, „Bluthochdruck“ oder eine „Depression“. Das rechtfertigt dann die „Krankenbehandlung“ und deren Abrechnung über die Krankenversicherungen im Rahmen staatlicher Gesundheitssysteme, die nahezu überall weltweit schulmedizinisch dominiert sind.

In diesem Zusammenhang wendet die Schulmedizin in jüngster Zeit vermehrt der Trick an, „Krankheiten“ unabhängig vom subjektiven Leiden der „Patienten“ neu zu definieren. Dies geht unter anderem durch das Herabsetzen von Grenzwerten, womit die Anzahl der notwendig zu behandelnden „Patienten“ schlagartig erhöht wird, zum Beispiel bei der Definition der Hypertonie. Die Umsätze und Gewinne der Medizinindustrie steigen durch solche statistischen Manipulationen enorm (6).

Das Geschäftsmodell Infektionskrankheiten

Als Geschäftsmodell haben „Infektionskrankheiten“ für die Hersteller von vermeintlich antiviral wirksamen Medikamenten und Impfstoffen enorme Vorteile:

  • Die Impfstoffforschung wird durch staatliche Fördergelder unterstützt.
  • Die Hersteller der pharmazeutischen Mittel können ihre Produkte den jeweiligen Staaten direkt zu Monopolpreisen verkaufen, weil diese ja ihre Bevölkerungen schützen müssen.
  • Die reicheren Länder, wie Deutschland, sollen gleich auch die Kosten für die ärmeren Länder, beispielsweise die afrikanischen Staaten übernehmen.
  • Die Risiken für die Entschädigung von Impfschäden sind wegen der Dringlichkeit, möglichst schnell solche Impfstoffe zur Verfügung zu haben, ebenfalls von den Staatskassen zu tragen.
  • Eine Influenza- oder wie auch immer genannte Pandemie kann von der WHO jederzeit ausgerufen werden und macht als Vorbeugemaßnahmen Impfungen zu einem Dauergeschäft.

Für die betroffenen Menschen müssen noch nicht einmal Zwangsimpfungen angeordnet werden, die zumindest in Ländern wie Deutschland nicht so leicht gegen den Widerstand der Bevölkerung durchgesetzt werden können. Es genügt, die im Pandemie-Plan benannten Einschränkungen der Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit, Berufsfreiheit und Versammlungsfreiheit via eines Infektionsschutzgesetzes gegen jeden in Kraft zu setzen, der ohne die Schutzimpfung ansonsten keine Immunität nachweisen kann.

Vorsorglich wird bei „Corona“ ja schon geübt, dass der Nachweis einer Immunität nur für ein paar wenige Tage gilt. Selbst wer bereits auf das vermeintliche Killervirus getestet wurde und nach 14 Tagen Quarantäne keine Symptome aufwies, oder wer jetzt sogar Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Blut hat, dem wird damit keine Garantie der Nicht-Infektiosität oder Immunität auf Lebenszeit versprochen. Dieses heimtückische Virus könnte ja im Laufe der Zeit noch gefährlicher werden und dann in einer zweiten Welle noch mehr Menschen dahinraffen. Dauerimpfungen zuzustimmen, wird für die meisten Menschen dann der scheinbar einfachere Weg sein, als beständig unter Druck gesetzt zu werden, die eigene Immunität ohne Einträge im elektronischen Impfpass nachzuweisen.

Die Corona-Pandemie ist also jetzt der Testfall für die schöne neue Ordnung danach. Die Kosten und Schäden der Pandemie 2020 können jetzt gar nicht hoch genug sein, um in den nächsten Jahren fragen zu können: Was möchtet ihr lieber? Wieder eine Pandemie mit Lockdown und all den quälenden Maßnahmen für die Bevölkerung oder lieber doch gleich jedes Jahr, am besten zum Jahresende die aktuelle Influenza-Impfung für Jung und Alt? Womöglich dann in Deutschland noch als Weihnachtsgeschenks-Gutschein unterm Tannenbaum schön verpackt. So macht man aus gesunden Menschen Junkies, die an der Impfnadel hängen!

Eine im Wahn verschworene Gemeinschaft

Einer der größten Irrtümer in der Bevölkerung liegt nach wie vor darin zu glauben, das Coronavirus sei ein von einer Fledermaus auf Menschen übergesprungenes Naturereignis, auf das die Politik dringend reagieren musste, um die Bevölkerung vor Millionen von Todesfällen zu schützen. Je drastischer die ergriffenen Maßnahmen sind, desto plausibler erscheint die Hochgefährlichkeit des Virus. Auch das Fortsetzen der Pandemie-Pläne mit Social Distancing und Maskenpflicht, obwohl zum Beispiel in Deutschland keinerlei schwerwiegenden Erkrankungsfälle mehr zu verzeichnen sind (7), wird als Reaktion auf ein unberechenbares Virus gedeutet, das dann in einer zweiten Wellen noch einmal kräftig zuschlagen könnte.

Ebenso wird das Ausbleiben der prognostizierten hohen Todesraten und das Leerbleiben der Intensiv-Stationen nicht der zu erwartenden Selbstimmunisierung der Bevölkerung im Zuge einer Grippe-Epidemie zugeschrieben, sondern den einschneidenden Pandemie-Maßnahmen. Selbst die durch die Vorab-Festlegung auf das Krankheitsbild „Akute-Atemweg-Syndrom“ erzeugten Behandlungsfehler mit künstlicher Beatmung oder Chloroquin-Tabletten bei kranken Menschen und die massiven Schäden, die der gesellschaftliche Lockdown bei den bislang gesund gebliebenen alten Menschen, Kindern und Berufstätigen massenhaft hervorruft, werden einfach ausgeblendet und stur als Virus-Folgen verbucht. Auch die volkswirtschaftlichen Schäden und die Gefahr einer immensen Staatsverschuldung und einer galoppierenden Inflationsrate werden einfach ausgeblendet beziehungsweise dem Virus zugeschrieben.

In der Sprache der Psychotraumatologie nenne ich das die psychische Abspaltung vom Bezug zur Wirklichkeit. Opfer wie Täter bilden bei dieser Corona-Pandemie eine unerschütterlich verschworene Gemeinschaft, welche sämtliche Realitäten, die nicht in ihr Deutungsschema vom tödlichen Virus passen, einfach ausblendet oder wahnhaft umdeutet. Sie verschonen sich damit gegenseitig, ihre Opfer- wie Täterseite klar zu benennen.

Wer diese Schein-Harmonie mit kritischem Nachfragen und Hinweisen auf die realen Ursachen und Folgen dieses Wahnsinnprojekts stört, das gesamte gesellschaftliche Leben mit einem Schlag auf Null zu setzen, ist dann ein böser Verschwörungstheoretiker, der die guten Menschen in ihrem Tun behindert. Die Einsicht zuzulassen, dass hier die gesamte Bevölkerung und eine ganze Volkswirtschaft von Geschäftemachern auf dem Feld der Gesundheit schon seit Langem in Beschlag genommen wird und die herrschenden Politiker derzeit helfen, dies durch das Modell der Infektionskrankheiten noch weiter ins Extrem zu steigern, würde ja die Systemfrage stellen: Ist diese Herrschaft über das Volk noch legitim? Daher biegen viele Betroffene diese Einsicht jetzt so um: Unsere Regierung ist mit einer neuen Situation konfrontiert, ja, sie macht Fehler und übertreibt mitunter, aber im Grunde schützt sie uns.

Bitte Aufwachen aus dem Wahn

Das Aufwachen aus diesem Wahn wird für uns alle umso bitterer werden, je mehr sein Ende hinausgezögert wird. Daher mein Vorschlag an alle Beteiligten: Bitte, tut es jetzt!


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.who.int/news-room/detail/11-03-2019-who-launches-new-global-influenza-strategy
(2) https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2020/02/influenza-bayern.pdf
(3) https://www.rubikon.news/artikel/die-galionsfigur
(4) Franz Ruppert und Harald Banzhaf (Hg.), Mein Körper, mein Trauma, mein Ich. München, 2017
(5) Franz Ruppert, Wer bin Ich in einer traumatisierten Gesellschaft? Stuttgart, 2018
(6) https://www.youtube.com/watch?v=0obDIkEDUtU
(7) https://www.youtube.com/watch?v=Vaw_3F3Kq50


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