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Die stille Revolution

Im Rubikon-Exklusivinterview erläutert der Schweizer Psychotherapeut und Buchautor Franz Renggli, woher unsere Ängste stammen und wie wir uns von diesen befreien können.

von Flavio von Witzleben

Gegenwärtig beherrscht die Angst, ausgelöst durch die Erzählung von einem überproportional todbringenden Virus, die meisten Menschen. Auf dieser Grundlage werden weiterhin, bald sogar ohne „epidemische Notlage nationaler Tragweite“, unverhältnismäßige Maßnahmen durchgesetzt, die alle Bürger im Alltag behindern. Dass die meisten Menschen dies mit sich machen lassen, liege an tief verwurzelten Ängsten und Verletzungen, deren Ursprünge oft bereits in der Schwangerschaft zu finden seien, sagt Franz Renggli. Die Spannungen der Mutter wirkten sich in dieser Phase auf das Ungeborene aus. Zusammenhänge dieser Art erforscht die pränatale Psychologie, die in den letzten Jahren immer mehr an Aufmerksamkeit gewonnen hat. Der Psychotherapeut Franz Renggli forscht bereits seit über 50 Jahren auf diesem Gebiet. Im Interview mit Rubikon erklärt er, wie Verletzungen und Ängste aus der Kindheit dazu beitragen, dass die gesellschaftliche Spaltung eskaliert und dass eine Elite mächtiger Politiker und Wirtschaftsvertreter diese missbraucht, um ihre Interessen durchzusetzen.

„Wir sind alle randvoll mit Ängsten und die Mächtigen spielen auf diesen wie auf einem Klavier“, sagt Franz Renggli im Interview. Er ist der Ansicht, dass wir unsere Ängste innerlich abspalten, um die schmerzhaften Gefühle zu verdrängen, die mit einer Konfrontation einhergehen würden. Er plädiert daher für eine „stille Revolution“, also eine kollektive Heilung unserer verletzten Seelen, denn nur dadurch könnten wir der herrschenden Elite die Macht entziehen.

Überdies analysiert Franz Renggli im Interview die Persönlichkeitsstrukturen einiger führender Politiker in diesem Land und erläutert, dass derartiges Verhalten oftmals auf Traumatisierungen in der Kindheit zurückzuführen ist, die nun an der Bevölkerung ausgelassen würden. Wie wir uns von unseren Ängsten und Verletzungen befreien können und wie ein Weg der gesellschaftlichen Aussöhnung aussehen kann, erfahren Sie im Interview mit Rubikon.

Die stille Revolution

Flavio von Witzleben, Jahrgang 1992, arbeitet als freier Journalist für den Rubikon. Er studierte 7 Jahre in Mainz, Witten und Granada Philosophie, Geschichte und Politik. Seine kritische Haltung den Medien und der Politik gegenüber entwickelte er 2014 während der Ukraine-Krise, mit welcher er sich auch in vielen publizierten Artikeln befasste. Seit März 2020 hat er neben Jens Lehrich die Videoredaktion übernommen und führt hierbei Interviews für den Rubikon. Gäste waren unter anderem Dr. Sucharit Bakdhi, Dirk Müller oder Dr. Daniele Ganser. Er ist außerdem Mitglied der Jugendredaktion und schreibt für die Kolumne „Junge Federn“.

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