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Georgien, Gilead & Tote

Gilead hatte bereits zu Schweinegrippe-Zeiten einen großen Reibach mit Hilfe der deutschen Politiker und Regierungen gemacht. Wie kriminell Big Pharma vorgehen kann, beweisen dokumentierte Vorgänge und Verurteilungen durch Gerichte. Nun liegt der Fall Georgien, Gilead und Tote auf dem Tisch. Wir erinnern uns, Spahn und Kollegen haben auch 2020 wieder Gilead den roten Teppich ausgerollt.

Vor einigen Jahren startete das amerikanische Pharmaunternehmen Gilead in Georgien eine Kampagne zur Ausrottung von Hepatitis C. Mindestens 249 Patienten starben während dieser Kampagne, wie aus durchgesickerten Dokumenten hervorgeht, die von der bulgarischen Enthüllungsjournalistin Dilyana Gaytandzhieva untersucht wurden.

Gesundheitsbeamte bestreiten, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Programm und den Todesfällen gibt. Interne Dokumente von Gilead zeigen jedoch, dass die Todesursache der Patienten als “unbekannt” identifiziert wurde. Andere Patienten brachen die Behandlung wegen schwerer Nebenwirkungen ab. Einige von ihnen sind auch gestorben.

In einem Brief an Gilead vom 23. Juni sagt die stellvertretende georgische Gesundheitsministerin Tamar Gabunia, dass Behandlungen abgesagt wurden und Patienten gestorben sind.

Darüber hinaus informierte Tamar Gabunia Gilead am 10. Januar in einer E-Mail darüber, dass die Behandlungen unterbrochen wurden und dass Menschen gestorben sind. Und das, obwohl der Pharmariese in Pressemitteilungen stets behauptet hat, das Programm sei äußerst erfolgreich gewesen.

Um ihren Ruf zu retten, startete das Ministerium eine groß angelegte Medienkampagne. Sie rief die Hilfe von Gilead an, der im Übrigen für den Schaden nicht haftbar gemacht werden kann. Aus vertraulichen Dokumenten des georgischen Gesundheitsministeriums geht hervor, dass 249 Patienten in den Jahren 2015 und 2016 gestorben sind.

Man würde erwarten, dass Gilead in Georgien nicht mehr willkommen ist. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein: Trotz der Hunderte von Toten haben georgische Gesundheitsbehörden Gilead eingeladen, in Georgien Versuche mit Remedesivir, einem experimentellen Medikament gegen Covid-19, durchzuführen.

Im Juli kauften die Vereinigten Staaten fast die gesamte Produktionskapazität für dieses Coronampräparat. Gesundheitsminister Azar sagte, Trump habe mit dem amerikanischen Apotheker Gilead “sehr viel” gemacht.

Swissmedic übrigens erweitert den Einsatz von Remdesivir. Auch die EU ist dabei: Corona-Medikament Remdesivir: EU erteilt bedingte Marktzulassung

Während eines Tests mit remdesivir in China erholten sich Coronapatienten davon nicht. Von den Teilnehmern, die das Medikament erhielten, starben 13,9 Prozent.


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