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Graben vor dem Reichstag

Der Bundestag soll besser geschützt werden. Dafür ist ein Graben über den Platz der Republik und ein Sicherheitszaun geplant. Schutz vor Corona? Vor Bürgern? Vor Grabenkämpfe?

Vor 20 Jahren zog das deutsche Parlament in den Berliner Reichstag ein und wird ihn vermutlich nicht mehr freiwillig verlassen wollen, ob mit oder durch Corona.

Ein neues Sicherheitskonzept sieht vor, das Westportal des Reichstagsgebäudes zu einer Sicherheitszone zu machen. Dafür plant der Bund einen 2,50 Meter tiefen und zehn Meter breiten Graben quer über dem Platz der Republik, parallel zum Reichstag. Plus einen Sicherheitszaun, der den Bereich um die Rampe zum Westportal schützt. Über das Vorhaben hat zuerst die „Berliner Zeitung“ berichtet.

Der Bundestag bestätigte die Pläne gegenüber dem Tagesspiegel. Das Ganze geht zurück auf einen Beschluss der Bau- und Raumkommission, der bereits vor über einem Jahr (6. Juli 2018), gefasst wurde.

Hintergrund und Rechtfertigung soll die Bedrohungslage sein, die sich in den vergangenen Jahren verschärft haben soll. Der Sicherheitsbereich soll den Bundestag effektiver als bisher schützen.

Vor Corona vermutlich nicht, betrachtet man das beharrliche Ignorieren des Sicherheitsabstandes im Bundestag durch die Abgeordneten und Angestellten und beachtet man das Verweigern von Masken im Bundestag, außer für Kamera-Interviews.

Wann die bauliche Umsetzung beginnt, ist aber noch unklar.

Schützen sich die neuen Feudal-Herren in Ihrer Reichstagburg mit einem neuen Graben?

Die Idee: Maximale Sicherheit, ohne den Blick auf das Gebäude zu beeinträchtigen. So kann man das angerichtete Elend besser überblicken und sich daran weiden, fühlt sich aber beschützt.

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