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Indien zwingt Bürger zu Corona-App

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will die indische Regierung die Beschäftigten in der Privatwirtschaft zwingen, eine sogenannte Tracing-App herunterzuladen und zu aktivieren, berichtet die Berliner Zeitung von einem Artikel der Financal Times.

Es wäre die erste Regierung weltweit, die die App zur Verfolgung von Infektionsketten zur Pflicht macht. Es gibt erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken.

Die Aarogya-Setu-App wurde von 80 Millionen Indern bereits heruntergeladen und warnt Benutzer, wenn sie mit einer Person in Kontakt kommen, die mit dem Coronavirus infiziert ist. Die App verwendet GPS-Standortdaten  und  Bluetooth zur Kommuniaktion mit anderen Geräten, die sich in der Nähe befinden.

„Die Nutzung der Aarogya-Setu-App sollte für alle privaten und öffentlichen Mitarbeiter obligatorisch sein“, sagte das Innenministerium in einer Erklärung. „Es liegt in der Verantwortung des Leiters der jeweiligen Organisationen, dass die App von allen seinen Mitarbeitern genutzt wird.“

In Deutschland wird ebenfalls der Einsatz einer Tracing-App diskutiert. Einigkeit herrscht darüber, dass die Nutzung der App freiwillig ist und alle relevanten personenbezogenen Daten auf dem jeweiligen Mobilgerät gespeichert werden und nicht auf einem zentralen Rechner. Das war zunächst der Plan der Regierung gewesen. Nach heftiger Kritik von Datenschützern schwenkte die Regierung an diesem Punkt um. Die App ist noch in der Entwicklung.