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Schweiz: Vernichtung von Beweisen?

In der Schweiz kommt etwas Interessantes ans Tageslicht und wer weiß, wie es in unserem lieben Deutschland so aussieht, wenn “Herrschende” in verzwickte Situationen geraten.

Weltwoche (21.11.2020) schreibt:

“Bundesrat Alain Berset wurde mit offenbar verfänglichen Fotos und Mails um 100 000 Franken erpresst. Die Bundesanwaltschaft vernichtete alles belastende Material, weil sonst Berset sein Amt nicht mehr richtig ausüben könne.

In seinem Bundespräsidialjahr von 2018 liess sich Alain Berset (SP) weltweit ständig von einem Fotografen begleiten. Jetzt hatte er offenbar eine Fotografin zu viel. Die Bundesanwaltschaft bestätigte gegenüber der Weltwoche, «dass sie im Dezember 2019 eine Strafanzeige von Bundesrat Alain Berset wegen des Verdachts der Erpressung (Art. 156 StGB) erhalten hat».”

Eine Erpressung mit Fotos und zum “Wohle” des Amtes wird das Beweismaterial vernichtet? Warum sperrt man es nicht wie NSU Akten für 120 Jahre in den Tresor?

Weltwoche schreibt weiterhin:

“Bundesrat Alain Berset erstattete am 12. Dezember 2019 Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft gegen Scarlett Gehri. Diese wurde am folgenden Tag um 7.40 Uhr verhaftet. Somit konnte es nicht zum vereinbarten Treffen kommen. Auch war damit der objektive Tatbestand der Erpressung nicht mehr erfüllt. Hingegen war der subjektive Tatbestand der versuchten Erpressung gemäss Artikel 156 Ziffer 1 des Strafgesetzbuches gegeben.

Noch am Vortag der Geldübergabe hatte die Erpresserin geschrieben, sie werde nicht zum Treffen erscheinen; auch distanzierte sie sich von ihrer Geldforderung, nahm gewisse Anschuldigungen «als unwahr» zurück und lieferte die Originale der zuvor vorgelegten Text- und Bilddokumente aus.

Dies war insofern für alle Beteiligten von Vorteil, als es sich strafmildernd auswirkte. Somit konnte der Erpressungsfall per Strafbefehl erledigt werden, was eine Gerichtsverhandlung und damit die Herstellung einer breiten Öffentlichkeit verhindert hat.

Ob allenfalls hinter den Kulissen Geld floss, ist nicht bekannt. Bei der Verhaftung von Scarlett Gehri stellte die Polizei nicht weniger als fünf Datenträger sicher, nämlich ein Apple-MacBook, ein Tablet sowie drei Smartphones. Ein Spezialdienst der Bundeskriminalpolizei löschte sämtliche Daten und setzte alle Geräte auf die Werkseinstellung zurück.

Damit machte sie Tabula rasa mit allen Daten Gehris, so dass diese keine «neuerliche, ähnlich gelagerte Delikte» mehr begehen konnte.

Man hatte dazu das Einverständnis der Frau eingeholt, wobei in der achtstündigen Polizeihaft mutmasslich Druck auf sie ausgeübt wurde.”

Noch Fragen?


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