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SOK Trickbetrüger unterwegs

Landkreise Saalfeld/Rudolstadt; Sonneberg; Saale-Orla (ots)

Erneut wurde ein gutgläubiger Mensch Opfer eines Trickbetruges und verlor dadurch viel Geld. Wie erst jetzt bekannt wurde erhielt ein 66-Jähriger aus dem Bereich Peuschen bereits Anfang Juni einen Anruf einer angeblichen Gewinnspielagentur.

Ihm wurde mitgeteilt, dass er hohe Auslagen für ein Gewinnspiel begleichen müsste. Kurz darauf meldete sich ein angeblicher Anwalt telefonisch und forderte die sofortige Tilgung von 3700 Euro, sodass der Geschädigte den Betrag auf ein ausländisches Konto überwies.

Weiterhin erhielt der Betroffene noch etwa zwei Wochen später einen Anruf durch eine angebliche „Notenbank“- ihm wurde ein Gewinn von 38.000 Euro bekannt gegeben- um diesen zu erhalten müsse er sogenannte Play-Store-Karten erwerben und die PIN-Nummern der Anruferin mitteilen.

Gutgläubig machte sich der Geschädigte auf den Weg in einen Einkaufsmarkt in Saalfeld und kaufte Karten im Wert von 900 Euro. Kurz daraufhin meldete die Dame der „Notenbank“ sich erneut, es hätte einen Zahlendreher gegeben- ein Gewinn von 83.000 würde bereitstehen – unter der Bedingung, dass der Geschädigte erneut Google-Play-Karten im Wert von 1000 Euro kauft und die Codes durchgibt. Bedauerlicherweise gab der Geschädigte, nachdem er auch diese Forderung erfüllte, alle Codes durch und bemerkte den Betrug erst zu spät, sodass er einen Gesamtschaden von 5600 Euro erlitt.

Bereits in der Vergangenheit wurde seitens der Polizei mehrfach auf diese Betrugsmaschen, von welcher bevorzugt ältere Menschen betroffen sind, hingewiesen. Unglücklicherweise kommt es jedoch weiterhin häufig zum Erfolg der Täter, sodass teils hohe Vermögensschäden bei den Betroffenen entstehen.

Es ergeht ausdrücklich noch einmal der Hinweis, keinerlei Daten über Bargeldverstecke, persönliche Umstände oder Kontodaten herauszugeben. Auch kommt es weiterhin zu sogenannten Enkeltrickanrufen- angebliche Enkel stellen eine Notsituation dar und erreichen dadurch ihre Forderungen.

Weiterhin sollte man bei derartigen Gewinnspielanrufen oder angeblichen, ausstehenden Zahlungen immer misstrauisch sein und Familienmitglieder, Bekannte oder selbstverständlich die Polizei um Hilfe bitten.

Der Appell richtet sich neben Familienmitgliedern und Bekannten auch an Verkäuferinnen und Angestellte jeglicher Geschäfte, ein Auge auf das (dann häufig ungewöhnliche) Kaufverhalten der meist älteren Herrschaften zu haben, sodass sie vielleicht auch auf diesem Weg vor einem Schadenseintritt bewahrt werden.

Rückfragen bitte an:

Thüringer Polizei
Landespolizeiinspektion Saalfeld
Pressestelle
Telefon: 03671 56 1504
E-Mail: presse.lpi.saalfeld@polizei.thueringen.de
http://www.thueringen.de/th3/polizei/index.aspx

Original-Content von: Landespolizeiinspektion Saalfeld