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Staatlich geförderte Pädophilie?

Von 1973 bis 2003 wurden Kinder und Jugendliche wissentlich und womöglich gezielt an vorbestrafte pädophile Pflegevätervom Berliner Jugendamt vermittelt. Ein bundesweites Netzwerk, das sich auf die ganze Republik erstreckt, schändete Kinder und benutzte die Kinder wie Versuchskaninchen.

Der Abschlussbericht zum „Fall Kentler“ vorgestellt wurde nun in Berlin vorgestellt. Initiiert wurde die Studie von der Berliner Senatorin Sandra Scheeres und von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gefördert.

Das Gutachten bestätigt: Es hat viele Unterstützer und Mitwisser gegeben – in Jugendämtern, der Verwaltung, der Freien Universität und dem Max-Planck-Institut.

Über welches Versagen und auch Mitwissen man von politischen Amtsträger, Behörden-Mitarbeitern (Beamten/-innen) und Regierungsvertretern sprechen muss, zeigt dieser Fall deutlich exemplarisch auf:

Trotz Vorstrafe wegen Kindesmissbrauchs wählten die Jugendämter Fritz H. immer wieder als Pflegevater aus. Trotz extremer Warnzeichen ließen sie die Kinder über Jahre bei ihm. Die ersten Pflegekinder kamen Anfang der 70er, die letzten verließen die Pflegestelle erst 2003 als junge Erwachsene. Sie sind schwer traumatisiert, ein normales Leben ist ihnen nicht möglich. Und manche überlebten gar nicht: Ein schwerbehinderter Junge starb in Fritz H.s Obhut. Akten der Jugendämter belegen das.

Es gab also Akten, also konkretes dokumentiertes Wissen.

Der 57-seitige Bericht lässt außerdem erahnen, wie groß und mächtig das Netzwerk der Pädophilen in Berlin war, wie es sich auf das ganze Bundesgebiet ausdehnte – und wie wenig von all dem bis heute aufgeklärt ist.

„Ein Netzwerk quer durch die wissenschaftlichen pädagogischen Einrichtungen und die Senatsverwaltung bis hinein in einzelne Berliner Bezirksjugendämter, in dem pädophile Positionen akzeptiert, gestützt und verteidigt wurden.“

„Pflegestellen seien durch das Land Berlin und dessen Jugendämter nicht nur in West-Berlin, sondern im gesamten Bundesgebiet verantwortet und dort auch von lokalen Jugendämtern übernommen worden“

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/paedophile-missbrauch-berlin-pflegekinder-li.87610

Die Hildesheimer Forschergruppe betont auf der Pressekonferenz die wichtige Rolle der bisher einzigen drei aussagebereiten Opfer des nach Schätzung der Experten riesigen Pädophilen-Netzwerks.

Den Opfern geht es um kaum um Rache, vielmehr um Konsequenzen für die Täter, die Handlanger und Mitwisser.

Sie stellten 10 Forderungen an den Senat mit dem Schluss-Satz:
„Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter.“


Sucht man nach Berichten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten fällt einem auf, dass es scheinbar ein konkretes Ziel elitärer Netzwerke gab, Pädophilie straffrei zu „bekommen“. Immer wieder berichteten Medien über die Sachverhalte. Jetzt haben wir 2020 … und die Volksvertreter in der parlamentarischen Demokratie fanden keine Notwendigkeit, sich dem größten Verbrechen in einer Gesellschaft „dem Verbrechen an unseren Kindern“ ernsthaft und nachhaltig zu widmen, es zu unterbinden, einen Riegel für die Ewigkeit vorzuschieben.

Wer hat hier nun wirklich versagt? Wir als Gesellschaft? Die politische Elite? Die Parteien? Oder die parlamentarische Demokratie?

Die Einzeltäter-Theorie ist Geschichte, es ist systemischer Natur!

So lange Pädophilie als „Störung“ und nicht als Kapitalverbrechen eingestuft wird, ob psychologisch oder strafrechtlich, wird man dem Ausmaß an Verbrechen an den Kinder kaum bei kommen können. Ganz wichtig jedoch, ist das offenlegen von Fakten, Vorgängen, Namen und Insiderwissen.

Jeder ist dazu aufgerufen, diese Schattenwelt und Netzwerke ans Licht zu zerren.
Nur dort können es alle sehen und erkennen, in welchem Sumpf unser Land seit Jahrzehnten steckt.


2020
https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-paedophile-pflegeeltern-kentler-experiment-missbrauch-li.4486missbrauch-li.4486

2019
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/11/berlin-pflegekinder-paedophile-pflegevaeter-kentler-experiment-zwischenbericht.html

2017
https://www.spiegel.de/spiegel/berliner-jugendamt-vermittelte-kinder-an-paedophile-a-1185461.html

2016
https://www.welt.de/vermischtes/article160039304/Als-das-Jugendamt-Paedophile-zu-Pflegevaetern-machte.html

2014
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-124276461.html

2013
https://taz.de/Sexualtherapeut-ueber-Paedophilie/!5057202/

Der Spiegel 1980 spricht von „Mächtigem Tabu“
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14316199.html