Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Stadt schult Corona-Detektive

In einer Ausgabe des Weserreports wird veröffentlicht, dass nach Angaben der Senatorin für Gesundheit am Monat die ersten 30 Studierenden ihre Arbeit als „Containment-Scouts“ aufgenommen haben.

Zur Nachverfolgung von Kontakten von Covid-19-Infizierten hat die Stadt Bremen befristet 30 Studierende eingestellt. Diese sollen eingesetzt werden, um Infektionsketten nachzuvollziehen, Kontaktpersonen zu den Infizierten zu ermitteln und diese auch zu kontaktieren.

Die Kontaktpersonennachverfolgung ist weiterhin ein zentrales Element bei der Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus. Dazu Senatorin Claudia Bernhard: „Mit der umfangreichen Nachverfolgung der Kontaktpersonen von positiv Getesteten haben wir weiterhin die Möglichkeit die Ausbreitung eindämmen zu können.

Containment-Scouts?

„Containment Scouts“ sind im Prinzip „Corona-Detektive„, sagt der Leiter des Bremerhavener Gesundheitsamtes Ronny Möckel. Sie sollen möglichst alle Personen aufspüren, mit denen ein Corona-Patient zuletzt Kontakt hatte. Wer lebt mit im Haushalt? Wer hat mit der infizierten Person zusammengearbeitet? Mit wem gab es private Treffen?

Diese Scouts werden nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts geschult.

Das Robert Koch Institut bedankte sich überschwänglich für die Tausenden Bewerbungen, welche sich als „Corona Detektive“ engagieren wollen. Über das Wochenende haben knapp 10.000 Menschen ihre Bewerbung als „Containment Scout“ beim RKI eingereicht.

Contact Tracing Teams?

Gibt es eine Verbindung und Zusammenhang zwischen den Containment Scouts und den Contact Tracing Teams? Die Gemeinde Miesbach lässt uns tiefer blicken. Dort ist zu lesen:

„Ein wichtiger Baustein dafür sind die „Contact Tracing Teams“, die von der Regierung von Oberbayern und dem Gesundheitsministerium zur Unterstützung der Gesundheitsämter vor Ort angekündigt wurden … 13 Beamten-Anwärter aus den Bereichen Steuerverwaltung, Gerichtsvollzug, Rechtspflege und Kriminalpolizei traten am Montag ihren Dienst in den CT-Teams im Landkreis Miesbach an. Unterstützt werden sie von einem „Containment Scout“ des Robert-Koch-Instituts und sechs Mitarbeitern des Landratsamtes, die sich für die Aufgabe abstellen haben lassen.“


Stellt sich die Frage: Was sind die Aufgaben dieser „Teams“?

Die neuen CTT-Mitarbeiter nehmen gerade an einer Online-Schulung teil. In den kommenden Wochen sollen sie positiv getestete Personen und enge Kontaktpersonen frühzeitig identifizieren, isolieren und überwachen und damit die Ausbreitung des Virus nachhaltig eindämmen.“


Und für wie lange soll es entsprechende „Teams“ geben?

Laut Webseite des Landkreises Miesbach heißt es: Wie lange die CTT-Mitarbeiter in Miesbach bleiben, hängt von der weiteren Entwicklung der Lage ab.

Zusammen gefasst bedeutet dies:

Containment Scouts arbeiten zusammen mit der Kriminalpolizei, den Finanzamt, den Gerichtsvollziehern und „Rechtspflege“. Verkauft wird dies als Maßnahme des Gesundheitsamtes. Weshalb jedoch Finanzamt, „Rechtspflege“ und Gerichtsvollzieher neben Kripo und Scout einer Gesundheitskrise beikommen können, erinnert eher an dunkle, braune Zeiten.

Separierte Informationen, isoliert gereicht vermitteln nicht das Gesamtbild und die eigentlichen Hintergründe, wie Maßnahmen wie CTT und CS tatsächlich in Realität umgesetzt werden sollen.

Wichtiger Hinweis an Beamtenanwärter und Beamte!

Lesen Sie sich das für Sie zuständige Bundesbeamtengesetz, im Speziellen §63 genau durch!
Ihr Dienstherr oder Ihre Regierung übernimmt für Sie keine Haftung! Sie sind persönlich haftbar für alles was Sie auf „Anweisung“ oder „Befehl“ tun.

Bundesbeamtengesetz (BBG)
§ 63 Verantwortung für die Rechtmäßigkeit

  • (1) Beamtinnen und Beamte tragen für die Rechtmäßigkeit ihrer dienstlichen Handlungen die volle persönliche Verantwortung.
  • (2) Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit dienstlicher Anordnungen haben Beamtinnen und Beamte unverzüglich bei der oder dem unmittelbaren Vorgesetzten geltend zu machen. Wird die Anordnung aufrechterhalten, haben sie sich, wenn ihre Bedenken gegen deren Rechtmäßigkeit fortbestehen, an die nächsthöhere Vorgesetzte oder den nächsthöheren Vorgesetzten zu wenden. Wird die Anordnung bestätigt, müssen die Beamtinnen und Beamten sie ausführen und sind von der eigenen Verantwortung befreit. Dies gilt nicht, wenn das aufgetragene Verhalten die Würde des Menschen verletzt oder strafbar oder ordnungswidrig ist und die Strafbarkeit oder Ordnungswidrigkeit für die Beamtinnen und Beamten erkennbar ist. Die Bestätigung hat auf Verlangen schriftlich zu erfolgen.
  • (3) Verlangt eine Vorgesetzte oder ein Vorgesetzter die sofortige Ausführung der Anordnung, weil Gefahr im Verzug ist und die Entscheidung der oder des höheren Vorgesetzten nicht rechtzeitig herbeigeführt werden kann, gilt Absatz 2 Satz 3 und 4 entsprechend. Die Anordnung ist durch die anordnende oder den anordnenden Vorgesetzten schriftlich zu bestätigen, wenn die Beamtin oder der Beamte dies unverzüglich nach Ausführung der Anordnung verlangt.