Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Täglich mehr Arbeitslose

Laut der neusten Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erhöht jeder Tag der Corona Maßnahmen bedingten Schließung von Betrieben die Arbeitslosenquote.

Unsere Schätzungen kommen zu dem Schluss, dass jeder Tag von wirtschaftlichen Schließungen beziehungsweise Ausgangsbeschränkungen die Arbeitslosigkeit erheblich erhöht hat“, so die Autoren der Studie.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im April auf ein Rekordtief von nur noch 93,5 Punkten gesunken. Für die kommenden Monate wird erwartet, dass die Arbeitslosigkeit stark steigt und die Beschäftigung zurückgeht. Kurzfristig ist mit mehreren Millionen Kurzarbeitern zu rechnen.

Unternehmen haben in der Corona-Krise bis zum 26. April für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. Der bisherige Rekordwert der Bundesagentur für Arbeit für dieses arbeitsmarktpolitische Instrument stammt aus dem Mai 2009. Damals waren 1,44 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Im gesamten Krisenjahr 2009 waren 3,3 Millionen Anzeigen für Kurzarbeit bei der Bundesagentur eingegangen.

Die Bundesagentur für Arbeit hatte ihre Monatsstatistik für April 2020 in der vergangenen Woche präsentiert. Demnach waren im April deutschlandweit 308.000 Menschen mehr arbeitslos als im März – dies ist ein völlig untypischer Anstieg um diese Jahreszeit. Normalerweise sinkt die Arbeitslosigkeit im April saisonbedingt.

Die Corona-Krise dürfte in Deutschland zur schwersten Rezession der Nachkriegszeit führen”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele. „Dadurch gerät auch der Arbeitsmarkt stark unter Druck.