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Trotz Lockdown CO2 steigt

Trotz des weltweiten Corona-Shutdowns der Weltwirtschaft und des Verkehrs seit März 2020 sind die CO2-Werte in der Erdatmosphäre bis Ende April 2020 weiter gestiegen und liegen höher als im Vorjahr.

© Wattsupwiththat/Schneefan2015

Die Coronakrise und der Lockdown bringt auch an den Tag:
Der Autoverkehr hat deutlich abgenommen, doch die Luftqualität in den Innenstädten verändert sich kaum. Eigentlich sollte man erwarten, dass sich die Luftwerte verbessern. Immerhin schreiben zum Beispiel die Experten der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) dem Verkehr und insbesondere den Dieselfahrzeugen einen großen Anteil an den Luftschadstoffen von 80 Prozent zu.

Sollte das stimmen, müsste sich der Lockdown drastisch bemerkbar machen. Die aktuellen Messergebnisse lassen diese Schlussfolgerung nicht zu.

Verbesserungen aus dem All sichtbar

Laut Satellitenbilder der NASA und Europäischen Weltraumbehörde ESA ist ein „signifikanten Rückgang“ des Stickstoffdioxids über China zuerkennen. Da die chinesischen Behörden weiterhin mehr Menschen unter Quarantäne stellen und einige Betriebe inmitten des Ausbruchs geschlossen bleiben, erlebt die Natur vor Ort eine Erholung.

Die Rückgänge fielen mit dem Ausbruch und dem Mondschein-Neujahr zusammen, das ungewöhnlich milde war, da viele sich entschieden, in den Häusern zu bleiben, anstatt zu riskieren, sich zu infizieren.

Dies ist das erste Mal, dass ich einen so dramatischen Rückgang über ein so großes Gebiet für eine bestimmte Zeit gesehen habe“, sagte Fei Liu, Luftqualitätsforscher am Goddard Space Flight Center der NASA in Maryland. Die Stickstoffdioxidwerte über China sind dramatisch gesunken, da China weiterhin mit dem Ausbruch des Coronavirus zu kämpfen hat.

Im Januar sperrten die chinesischen Behörden mehrere Städte ab und stellten alle Transporte in und aus der Stadt Wuhan, dem Epizentrum des Ausbruchs, ein.

Die Verringerung der Umweltverschmutzung ist in zwei Karten dargestellt, die von den Raumfahrtbehörden herausgegeben wurden. Die erste zeigt große Konzentrationen von Stickstoffdioxid über Peking und in der Nähe von Wuhan vom 1. bis 20. Januar, bevor die vorgeschriebenen Quarantänen erlassen wurden.

Die Stickstoffdioxidwerte über China sind dramatisch gesunken, während China weiterhin mit dem Ausbruch des Coronavirus zu kämpfen hat. (NASA)

Die zweite ist auf den Zeitraum vom 10. bis 25. Februar im gleichen Gebiet datiert. Es wird fast kein Stickstoffdioxid gezeigt.

Zusätzliche Karten, die Wuhan zeigen, verglichen die Monate Januar und Februar 2019 mit den gleichen Monaten dieses Jahres. Große Konzentrationen von Stickstoffdioxid sind über der Stadt im Jahr 2019 dargestellt. Im aktualisierten Bild erscheint praktisch keine.

Venedig – klares Wasser wieder

Wo in Venedig etwa einst trübes Wasser floss, sind die Kanäle derzeit kristallklar. Seit Jahrzehnten kann man an einigen Stellen sogar erstmals wieder bis auf ihren Grund sehen. Unter anderem auch die kleinen Fische unter den Booten und Gondeln sind plötzlich sichtbar. Die Stadtverwaltung Venedigs stellte gegenüber CNN aber klar, dass sich die Wasserqualität nicht verbessert habe. Weil weniger Boote und Schiffe auf dem Wasser unterwegs sind, würden die Sedimente naturgemäß am Boden liegen bleiben und nicht aufgewirbelt. Was aber besser geworden ist, sei die Luftqualität. Durch das geringe Verkehrsaufkommen werde sie weniger verschmutzt.

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In Cagliari auf Sardinien wagen sich Delfine wieder bis an die Kaimauern vor.

© Screenshot/Screenshot/Twitter/Buitengebieden

Norditalien ist bekannt für die schlechteste Luftqualität in ganz Europa. Dazu gehören die Lombardei und auch Venedig. Die Stickstoffkonzentrationen sind seit Ausbruch der Krise in den Industrie-Zentren Norditaliens signifikant gesunken. Die Luft eine ganz andere geworden, wie Daten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA zeigen.

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