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Übung 1

Einleitung

Bevor wir mit der ersten Übung beginnen, ein paar Informationen vorne weg.

Übung Eins dient der zügigen Ruhe und Gelassenheit. Diese Ruhe benötigen wir immer, wenn wir mit unserem Körper & Geist arbeiten wollen. Der Vorteil dieser Übung besteht darin, dass wir diese Übung immer als erstes beginnen und damit am meisten üben. Je mehr Übung, desto mehr Erfahrung und Selbstsicherheit erlangen wir. Diese innere Ruhe ist das Fundament für unsere innere Balance.

Innere Balance entsteht in dem Moment, wenn wir zwei Vorgänge einleiten und miteinander wirken lassen.

  • Vorgang Eins umfasst unsere Aufmerksamkeit (Wachbewusstsein) auf das JETZT zu richten, nämlich den Moment in dem wir uns exakt jetzt befinden
  • Vorgang Zwei umfasst die Synchronisierung aller unserer Energieprozesse im Moment. Hört sich komplizierter an als es ist, denn ein Großteil davon erfolgt von ganz alleine.

Das was wir tun, um diese beiden Vorgänge zu unterstützen, ist das Lernen von kleinen Gewohnheiten.

Gewohnheit 1: Wir kommen zügig zur Ruhe. Dafür können wir gebetsmühlenartig immer die gleichen Sätze verwenden. Mit jedem Mal üben, kommen wir immer zügiger zur Ruhe. Irgendwann genügt es den Indexierungssatz innerlich zu sagen: Ich komme jetzt zur Ruhe. Das gesamte System inklusive das Wachbewusstsein weiß dann schon: jetzt ist wieder der Moment für Ruhe.

Gewohnheit 2: Wir fokussieren uns. Das Fokussieren ist sehr spielerisch und einfach zu lernen, wenn wir unsere Aufmerksamkeit als eine Art von Lichtstrahl einer Taschenlampe betrachten. Dort wo wir hinsehen, nehmen wir Informationen auf. Bei geschlossenen Augen übergeben wir unserem inneren Bewusstsein enorm viel Energie, denn die am meisten Energie verbrauchende Einheit „Augen“ schließen wir. Diese ansonsten verwendete Energie steht jetzt unserem inneren Gefühl und den Sensoren zur Verfügung. Wir können nun diese Aufmerksamkeit überall hinlenken, wohin immer wir wollen.

Gewohnheit 3: Wir visualisieren. Jeder Mensch hat seine eigene Art von geistiger Vorstellung und innerer Bilder. Es hilft uns ungemein, wenn wir unserem Bewusstsein überlassen, wie es etwas zeigen möchte. Wir müssen keine Angst oder Furcht haben, wenn uns diese Bilder nicht gefallen, denn in unserem eigenen, ganz individuellen Bewusstsein sind entsprechende Bilder eben so abgelegt. Ein einfaches: Das zeigt sich bei mir eben so … entspannt diese Situation ungemein. Das Visualisieren hilft und unterstützt uns dahingehend, dass wir bei geschlossenen Augen Vorgänge vor dem inneren Auge live sehen können. Gegebenenfalls dürfen wir mit der Atmung und/oder Bewegungen unterstützend einwirken.

Diese 3 Gewohnheiten haben wir schnell zu unseren neuen liebgewonnenen Gewohnheiten erklärt.

Hinweise: Wenn sich während der ersten Übung während oder nach der Übung innere Kälteschauer einstellen oder sich ein Wärmegefühl die Fußsohlen hoch bis zum Scheitel ausbreitet, dann ist das je nach Gegebenheit völlig normal. Die Kälteschauer verschwinden nach dem ersten Schlaf und treten dann nur noch vereinzelt bis gar nicht mehr auf. Duschen und heiße Getränke helfen hier nicht, müssen sie auch nicht, denn die gesunde Ursache liegt im inneren Energiesystem.

Sollten sich Kopfschmerzen oder ein Druck im Kopf durch diese Übung einstellen, dann hilft es immer diesen Schmerz und Druck ganz bewusst über den Scheitel abfließen zu lassen.

Also fangen wir an

Ziel: Zur Ruhe kommen

Indexierungssatz: Ich komme jetzt zur Ruhe

Bewegung: insgesamt 3x tief einatmen (immer in Verbindung mit einem Vorgang)

Visualisierung: Augen schließen und das Bewusstsein auf den eigenen Körper richten. Gedanken, Sorgen, Grübeleien loslassen, idealerweise selbst gehen lassen. Bitte nicht unterbinden oder versuchen zu blockieren. Das denkende und fühlende Hirn arbeiten unablässig und das ist deren Job. Entscheidend ist, ob wir unser Bewusstsein darauf richten, ihren Job tun sie dennoch und das ist auch wichtig. Was wir uns vorstellen ist wörtlich gemeint: Wir stellen etwas vor uns. In dem Fall vor das innere Auge. Wenn wir hier sehen wie die Gedanken & Co für diesen einen Moment Abstand zu uns nehmen, dann ist das ok. Wenn wir unseren Körper nun „sehen“ wie er funktioniert, ob in Panik, Angst, Stress oder sonstigem Zustand, dann ist das auch ok. Auch der Körper macht auf seine Weise seinen Job.

Das was wir tun ist: Akzeptieren was ist und mit unserem Bewusstsein zur Ruhe kommen.

Der Rest … wird folgen.

Hinweis: Natürlich klappt dieser Vorgang bei den Wenigsten von einer Sekunde auf die andere. Und ja, bei dem ein oder anderen wird es zu einer Unruhe kommen, weil man zuvor sich selbst so intensiv noch nie gespürt hat. Der Lerneffekt dabei ist: Wir stärken unsere Akzeptieren-Fähigkeit. Deshalb üben, üben, üben … denn das ist erfahren, erfahren, erfahren. Wenn unser Bewusstsein und unser Körper gelernt haben, dass am Ende erholsame, wohlige Ruhe herauskommt, taucht keinerlei Unsicherheit mehr auf. Bei der einen oder anderen Person dauert es kürzer, bei anderen länger. Hier hilft es, wenn man es z.B. in einer Zoom Gruppe „geführt“ gemeinsam praktiziert.

Übung Eins in ihrem gesamten Ablauf:

  1. Bequeme Haltung einnehmen
  2. Augen schließen mit dem Satz: Ich komme jetzt zur Ruhe
  3. 1x tief einatmen, das Bewusstsein auf sich selbst richten und mit dem Atem alles umfassen was jetzt für diesen einen Moment gehen darf. Beim Ausatmen bewusst all das los lassen was zuvor beim tiefen Einatmen umhüllt wurde.
  4. Normal atmen und die Sätze (laut oder still) sprechen:

    Alles, was mich abhält in liebevoller Ruhe zu sein, lasse ich jetzt los, für diesen Moment
  5. 1x tief einatmen und erneut alles beim Einatmen umfassen und beim Ausatmen loslassen

    Alles was wichtig ist, darf später wieder da sein. Alles was nicht mehr wichtig ist, darf entlassen sein. Jetzt für diesen Moment komme ich zur liebevollen Ruhe und Gelassenheit.
  6. 1x tief einatmen und zum letzten Mal alles umfassen, was beim Ausatmen losgelassen werden darf.

    Ich bin jetzt in liebevoller Ruhe, Gelassenheit und synchronisiere mich mit dem Leben
  7. Den Körper normal weiter atmen lassen, denn das eigene System weiß am besten, wie es atmen muss
  8. Das Bewusstsein jetzt wie einen Taschenlampenlichtstrahl auf die Fußsohlen richten
  9. Sich vorstellen, wie Wurzeln, Fäden (was einem sich angenehm zeigt) aus den Fußsohlen direkt in die Erde wandern und sich mehr und mehr mit der Erde und dem Planeten verbinden. Die Wurzeln dürfen dünn, dick, breit und so tief gehen wie sie wollen. Je dicker, je weit gefächerter, je tiefer umso besser.

    Ich verwende den Satz: Bis zum Mittelpunkt dieser Erde
  10. Alles was an warmer, weicher Energie über diese Wurzeln in die Fußsohlen, die Beine hoch, in den Steiß, die Wirbelsäule hoch wandert, ist die Erdung, die uns tiefen und festen Halt schenkt
  11. Am Scheitel darf sich jeder wie eine Art Öffnung vorstellen, welche in 2 Stufen funktioniert. Für uns, aktuell ist Stufe 1 interessant und nützlich. Ob es ein Trichter, eine Blüte oder sonstige Vorstellung ist, darf jedem selbst und seinem Bewusstsein überlassen werden. Diese Öffnung besteht sowieso. Für uns ist jetzt relevant, dass wir uns dessen bewusst werden und sie daher „symbolisch“ öffnen, damit die „Erdungsenergie“ durch uns hindurch und aus uns oben wieder heraus fließen kann.
  12. Diese Energie, die wir nun vor unserem inneren Auge aus der Erde heraus, durch uns hindurch fließen sehen, tritt oben aus wie ein Springbrunnen, fließt seitlich an uns wieder herunter und tritt von unten wieder in uns ein.

Jetzt sind wir geerdet und der Körper und Geist kommen von ganz alleine zur angenehmen, wohligen Ruhe. Diesen Zustand kann jeder für sich so lange aufrechterhalten, wie er/sie möchte.

Zur Beendigung genügt es, ein letztes Mal tief einzuatmen mit dem Gedanken: Jetzt bitte wieder Autopilot und alle unsere Systeme übernehmen wieder die Regulierung dieses Energieflusses.

Nachwort

Für diesen gesamten Vorgang dient der Indexierungssatz: Ich komme jetzt zur Ruhe

Mit der Zeit und Übung erreicht man in kürzester Zeit das Endergebnis der totalen Ruhe, wenn man diesen Indexierungssatz aktiviert. Es gibt in den Übungs-Zoom-Treffen bei Selbsthilfe.jetzt auch eine PDF für eine gesprochene Version.

Viel Freude mit dieser Übung. Bei Fragen bitte Email schreiben und ich freue mich auf die Zoom Treffen.


© 2020/1 Praxis Danny D. Wenk

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