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Vertrauen zurück gewinnen

Ein wesentlicher Bestandteil unseres heutigen Denkens ist die pure, nackte, hilflose Abhängigkeit. Denken Sie an medizinische Hilfe. Denken Sie an Medikamente. Denken Sie an all die Symptome und Leiden für die es ausschließlich Ärzte und Medikamente gibt.

Natürlich wurde uns jede Form von Veränderung die letzten Jahrhunderte und Jahrzehnte als Fortschritt unserer Zivilisation verkauft. Und womöglich halten Sie persönlich krampfhaft an diesem Glauben fest.

Mein Ziel ist es, Sie wach zu rütteln, um sich bewusst zu werden, welchem Irrglauben wir alle erlegen sind. Mit ein paar einfachen Fragen können Sie beruhigt und bequem Ihre aktuelle Sichtweise verlassen, mutig gestärkt einen neuen Blickwinkel einzunehmen. Danach sind Sie mutiger.

Wenn Sie jetzt in ein Flugzeug steigen, ein paar Tausend Kilometer südlich reisen und dort vor Ort sich Einheimischen anschließen würden, könnte es sein, dass Sie live und vor Ort erleben, wie wenig von unserem westlichen Fortschritt präsent ist? Und dennoch leben dort Menschen gesund, meistern schwere Symptome und ja, auch dort sterben Menschen genauso viel und wenig, wie bei uns vor der Haustür.

Kann es sein, dass es so viele unterschiedliche Faktoren gibt, die auf unsere Situation und uns in Deutschland anders einwirken, als beispielsweise in Afrika? Gibt es in Afrika genauso viel Mobilfunkmasten, industriell hergestellte Füllstoff-Nahrung, Operationen, Fehldiagnosen und Medikamente? Kann es sein, dass man sich dort im tiefen Süden anders ernährt, einen anderen Lebensstil führt und anders mit Lebenssituationen umgeht?

Glauben Sie, dass der massive Anstieg der Population auf diesem Planeten einzig allein dem westlichen „Fortschritt“ geschuldet ist? Wenn Sie die Menschheit mit der Zeugung und Geburt eines Lebewesens vergleichen, was fällt Ihnen sofort auf? Aus einer Ei-Zelle wurden zwei, dann vier, dann acht, dann Viele!

Frage: Teilen sich die Zellen bei diesem Lebewesen unendlich, so dass dieses Lebewesen unendlich wächst?

Nein.

Das Lebewesen nimmt seine endgültige Form an. Dieser Prozess des Entstehens bis hin zu vollen Reife bis ans Ende jeweiliger Tage existiert bei allem Lebendigen auf diesem Planeten. Vom Mineralienbewusstsein, über das Pflanzen-, Tier- bis hin zum Menschenbewusstsein.

Wie wahrscheinlich wird es sein, dass gerade der Mensch es schaffen wird, eine „Überbevölkerung“ zu erzeugen? Wie wenig Ahnung haben all die Philanthropen und Wissenschaftler, welche Panik schüren, hinsichtlich der illusionären Überbevölkerung?

Der Mensch sieht sich zwar als Ausnahme, obgleich er in der Natur niemals eine war.

Schließen wir den Kreis und kommen wir zurück zur Medizin und den Medikamenten. Gefangen in der Vorstellung, wir könnten ohne High-Tech, Medikamente und künstliche Intelligenz nicht existieren, lohnt sich ein Blick auf die Pharma Industrie.

Täuschung durch Pharma?

Eigentlich sollen Medikamente den Menschen helfen und der Gesundheit dienen. Doch die Realität sieht anders aus. Das jedenfalls meint der dänische Mediziner Peter Gøtzsche, der zunächst für Arzneimittelhersteller arbeitete und heute das Nordic Cochrane Center in Kopenhagen leitet. Seine These: Die Pharmaindustrie bringt mehr Menschen um als die Mafia. Er hält das gegenwärtige System der Arzneimittelproduktion, -vermarktung und -überwachung für gescheitert.

Gøtzsche verweist auf große Hersteller wie Pfizer, GlaxoSmithKline, Eli Lilly und Johnson & Johnson, die große Summen dafür bezahlen, Prozesse wegen Arzneimittelbetrugs zu beenden. „Immer ging es um Betrug und Irreführung, Bestechung oder Vermarktung nicht zugelassener Mittel. Diese Straftaten erfüllen die Kriterien für das organisierte Verbrechen, deshalb kann man von Mafia reden.“ Als weiteres Bespiel nennt er Roche: 2009 verkaufte das Unternehmen in den USA und europäischen Ländern für mehrere Milliarden Dollar und Euro das Grippemittel Tamiflu – veröffentlichte aber nur einen Teil der Studien zur Wirksamkeit. Erst nach großem öffentlichem Druck wurden die Daten zugänglich gemacht. Und danach „nutzt das Mittel noch weniger als befürchtet, kann aber in einigen Fällen schwere Nebenwirkungen auslösen“.

Den Tod in Kauf genommen

Aus Sicht des Mediziners gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass Pharmaunternehmen Mittel auf den Markt brachten, die schädlich und teilweise sogar tödlich waren – wie etwa das Schmerzmittel Vioxx von Merck. Es sei ohne ausreichende klinische Dokumentation auf den Markt gekommen, obwohl bekannt gewesen sei, dass es ein Herzinfarktrisiko darstellt und zum Tod führen kann. Den Schätzungen des Wissenschaftlers zufolge kamen deshalb rund 120.000 Menschen ums Leben. Allein das Antipsychotikum Zyprexa von Eli Lilly kostete laut Gøtzsche etwa 200.000 der 20 Millionen Patienten weltweit das Leben. „Die Pharmaunternehmen sind deshalb sogar schlimmer als die Mafia. Sie bringen viel mehr Menschen um.“

Besser dran ohne Medikamente

Allerdings verdanke man Medikamenten auch eine gute Gesundheit und hohe Lebenserwartung, konstatiert die SZ. „Natürlich gibt es Mittel, die mehr Nutzen als Schaden bieten“, bestätigt Gøtzsche – speziell im Kampf gegen Infektionen, Herzkrankheiten, einige Krebsarten und Diabetes vom Typ 1. „Aber im Verhältnis zu der Menge der Mittel, die verschrieben werden, profitieren nur wenige Menschen tatsächlich davon. Weil Kranken viel zu häufig Arzneien verschrieben werden. Weil die Firmen sogar wollen, dass auch gesunde Menschen ihre Mittel nehmen.“ Er geht davon aus, dass 95 Prozent des für Arzneimittel ausgegebenen Geldes eingespart werden könnte. Menschen könnten dann vermutlich sogar ein längeres und glücklicheres Leben führen. Doch weil die Pharmaindustrie „extrem mächtig und finanziell unglaublich gut ausgestattet“ sei, bleibe die Politik untätig.

Revolution im Gesundheitswesen erforderlich

Auch die Zulassungsbehörden machen laut Gøtzsche „einen ziemlich schlechten Job“ – vor allem die FDA in den USA. „In dieser Behörde gibt es eine Menge Interessenkonflikte und Korruption.“ Im Zweifel entscheide die Behörde eher zugunsten der Pharmaindustrie als zugunsten der Patienten. Weil Studien der Pharmabranche letztlich nur für die Werbung taugten, fordert der Pharma-Kritiker, dass sie immer von unabhängigen Wissenschaftlern vorgenommen werden sollten. „Wir brauchen eine Revolution im Gesundheitswesen: Unabhängige Medikamenten-Tests, für die die Industrie weiterhin zahlen könnte“ – inklusive Veröffentlichung aller Studiendaten, auch der negativen. Außerdem sollte Werbung für Medikamente – auch innerhalb von Fachkreisen – verboten werden.

Quellen

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2015/02/06/pharmaindustrie-schlimmer-als-die-mafia

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/kritik-an-arzneimittelherstellern-die-pharmaindustrie-ist-schlimmer-als-die-mafia-1.2267631


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